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Und Action! Was ihr von Filmproduktionen über Projektplanung lernen könnt

Think out of the Box! Oder: Warum ihr Artikel wie diesen eigentlich nicht lesen solltet.

Einen Werbespot zu drehen ist ein komplexes und teures Unterfangen. Damit der Film rechtzeitig fertig wird, ohne das Budget zu sprengen, werden die Dreharbeiten genau geplant. Wir haben den Regisseur des neuen Jimdo TV-Spots, David Aufdembrinke, gefragt: Was kann man vom Filmemachen für seine eigenen Projekte lernen? Zum Beispiel dem Bauen der eigenen Webseite?

 

Lesezeit: ca. 6 Minuten


Seit Januar laufen unsere neuen Werbespots im Fernsehen – vielleicht habt ihr sie schon gesehen? Ende November haben wir den den Film an zwei Tagen unter der Regie von David Aufdembrinke in Hamburg gedreht. Der Hamburger Regisseur hat zuvor unter anderem Musikvideos für die Beginner und die Beatsteaks gemacht.

Für Jimdo hat er über vierzig Leute am Drehort dirigiert. Maske, Beleuchtung, Requisite, Kamera. Da braucht es einen genauen Plan. Jeder ungeplante Umbau, jede vergessene Requisite – das alles kostet nicht nur Zeit, sondern auch richtig viel Geld. Deshalb haben wir David gefragt, was man vom Filme machen für das erfolgreiche Umsetzen von eigenen Projekten lernen kann.

Regisseur David Aufdembrinke
Regisseur David Aufdembrinke



1. Nicht ohne mein Storyboard

Das Storyboard zeigt jede Kameraeinstellung, die gedreht werden soll, als eine gezeichnete Skizze. Manchmal ist das Storyboard hochprofessionell gezeichnet. Und manchmal helfen sich selbst berühmte Regisseure auch nur mit Strichmännchen. Das Wichtigste am Storyboard ist, euch eine genaue Vorstellung davon zu machen, was ihr drehen wollt und wie alle Teile am Ende ineinander greifen. Denn ohne eine Idee vom Endergebnis ist die Gefahr ziemlich hoch, sich auf dem Weg zu verheddern.

 

Storyboards kann man eigentlich für jedes Projekt zeichnen. Auch für eine Webseite. Einfach mit einem Blatt Papier starten und grob skizzieren, wie man sich die Seite vorstellt.
 Und wenn die Skizze nicht gefällt, wegwerfen und neu machen.

2. "Drehzeit" einplanen

Erst mit dem Storyboard kann ich ungefähr abschätzen, wieviel Zeit ein Dreh brauchen wird. Diese Zeit wird dann als Drehtage eingeplant. An diesen Tagen wird nur gedreht. Einen abgesteckten Zeitraum für das Umsetzen eines Projekts zu haben ist superwichtig. Nur dann kann ich mich voll auf jedes Detail konzentrieren.

 

Das Lustige dabei: Fast immer stimmt die Zeitschätzung. Ich glaube sogar, dass eine Sache nur so lange dauert, wie man ihr Zeit gibt. Wenn ihr zum Beispiel mit dem Storyboard das Gefühl habt, dass ihr einen Tag braucht, um eure Webseite zu überarbeiten – dann wird das wahrscheinlich so sein.

3. Kleine Pausen und viel gute Nervennahrung

Jeder Dreh ist ziemlich straff organisiert – schließlich ist da der Drehplan, der eingehalten werden will. Und Drehtage können manchmal ganz schön lang werden. Trotzdem muss jeder sein Bestes geben, damit es wirklich gut wird. Deshalb ist es wichtig, auch wenn es stressig wird, genügend Pausen zu machen und für gutes Essen und Trinken zu sorgen, damit das Team seine Konzentration und gute Laune behält und jeder konstant sein Bestes gibt (Bierchen allerdings erst nach Drehschluss!).

 

Ich glaube, Spaß und Begeisterung an der Arbeit steigern die Qualität und machen sich am Ende immer im Film bemerkbar. Das gleiche gilt auch für alle anderen Projekten.

4. Einfach durchziehen

Sobald ein Drehtag beginnt, gibt es kein Zurück mehr. Dann sind keine Zweifel mehr erlaubt. Dann heißt es tief durchatmen und auf den Prozess vertrauen. Also die To-do-Liste Schritt für Schritt abzuarbeiten und darauf zu hoffen, dass der Plan aufgeht. Macht er meistens.

 

Und klar, manchmal merke ich erst beim Drehen, dass eine Idee nicht so aufgeht, wie ich es mir vorgestellt habe. Dann kann ich immer noch improvisieren und was ganz Neues ausprobieren oder diese eine Idee lieber doch wieder fallen lassen, da ich aufgrund der guten Vorbereitung ja genau weiß, was kreativ und inhaltlich an dieser Stelle gebraucht wird.

 

Am Ende zählt nur, den Film in den Kasten zu bekommen. Dabei sollte man nie vergessen, dass die anfängliche Idee sich auf ihrem langen Weg in die Realität natürlich verändert und weiterentwickelt – und gerade dadurch ihr volles Potential entfaltet.

5. Feiern

Jeder Drehtag endet mit einer klitzekleinen Feier. Das gesamte Team hat so viel Energie in den Dreh gesteckt. Da ist eine Umarmung das Mindeste. Ein Bierchen noch besser. Selbst wenn man alleine an seinem Projekt gearbeitet hat, sollte man das Feiern nicht vergessen. Und sich einfach mal selbst umarmen. Das haben wir uns verdient!

 

Nach dem Dreh ist übrigens vor dem Schnitt.
 Beim Film endet die Arbeit nicht mit den Dreharbeiten. Sie beginnt erst. Denn erst wenn ich das gefilmte Material im Schnitt zusammensetze, sehe ich, ob der Dreh ein Erfolg war und meine Planung aufgegangen ist. Denn sobald man im Schnittraum sitzt, lässt sich an dem gedrehten Material nun mal nichts mehr ändern. Das ist bei zum Beispiel bei einer Jimdo-Webseite einfacher. Die kann man jederzeit überarbeiten.

Feiern nicht vergessen!
Feiern nicht vergessen!

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Lassen sich Davids Erfahrungen vom Filmdreh auch auf euer Projekt übertragen? Oder wie geht ihr die Projektplanung an? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

 

Viele Grüße

Christian

Christian Riedel

"Head of Story" bei Jimdo

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Kommentare: 15
  • #1

    Baumzelt Solling (Freitag, 24 Februar 2017 11:55)

    Erster! :-)

  • #2

    Verwundert (Freitag, 24 Februar 2017 13:51)

    Ich frage mich warum in Sekunde 17 die Frau ein obzönes Handzeichen macht? Was ist der Sinn dieser Geste? Ich bin entsetzt

  • #3

    Jimdo Team (Freitag, 24 Februar 2017 14:20)

    @Verwundert: "Honi soit qui mal y pense..." ;-)

    Viele Grüße,
    Tim

  • #4

    Gerald (Samstag, 25 Februar 2017 20:09)

    Danke!
    www.der-edelstein.at

  • #5

    Schöfl (Sonntag, 26 Februar 2017 08:38)

    Ok das brauchen wir noch nicht. Bitte versucht es aber wieder umzustellen, das wenn man sich auf seiner Seite Anmeldet, auf der Seite bleibt auf der man ist und nicht immer auf die Startseite um gestellt wird. Das haben wir schon öfters an Euch geschrieben aber es wird nicht geändert.

  • #6

    Jimdo Team (Montag, 27 Februar 2017 14:09)

    @Schöfl: Ist bekannt. Unsere Programmierer prüfen bereits, ob hier eine Änderung möglich ist.

    Viele Grüße,
    Tim

  • #7

    Autoankauf (Sonntag, 05 März 2017 11:00)

    Gute Thema

  • #8

    Moll (Sonntag, 05 März 2017 16:29)

    Sehr Schöner Beitrag hat mir sehr gut gefallen, Das Bild mit der Kerze ist ziemlich Cool.

  • #9

    Barbara (Dienstag, 07 März 2017 19:14)

    Ja, sicher mache ich mir einen Plan, wie meine Webseite aussehen soll: Was unbedingt MUSS, was SOLLTE, was nicht unbedingt muss, aber gut wäre.
    Viele Jahre habe ich meine Seiten mit JIMDO gebaut - und im Gegensatz zum obigen Artikel ist es bei Jimdo natürlich weitaus einfacher, nachträglich Ideen einzubauen, etwas zu löschen, was doch nicht so klappt wie gedacht - oder auch das ganze Konzept, sprich die gesamte Seite umzustellen.
    Aber leider, leider musste ich eben gerade meine 4. Seite bei Jimdo kündigen, weil immer noch ein "richtiger" Blog fehlt, ebenso wichtige Shopfunktionen wie Kundenkonto, Suchfilter etc.
    Als ich von 1und1 zu Jimdo wechselte, vor etwa 7-8 Jahren, war Jimdo absolut überlegen, sowohl was das Design als auch was die Funktionen anging, aber die Mitbewerber bieten mittlerweile mehr - jedenfalls mehr von dem, was ich brauche!
    Was mir beim Thema "Film" z.B. einfällt: Ich kann keine eigenen Videos hochladen - nicht alles will ich öffentlich über YouTube machen und die HTML-Einbindung funktioniert oft nicht, aus welchen Gründen auch immer...

  • #10

    Andy vom Lotto (Donnerstag, 09 März 2017 10:00)

    #Barbara

    ich habe heute gekündigt. Grund: seit er Umstellung auf SSL werden meine Affiliate´s nicht mehr bzw. als Fehler dargestellt. Lange diskutiert mit Jimdo aber nix zu machen. Dennen egal das mir seitdem 80% meiner Umsätze flöten gehen.

    Zudem finde ich wenn ich mir so manche Jimdoseiten ansehen will die Ladezeiten soetwas von schlecht. Auch das Backend, super langsam.

    Lange geplant, aber nun alles für den Arsch.

    Umzug nach All-inkl.de heute morgen ausgeführt.

    Danke Jimdo

  • #11

    Barbara (Donnerstag, 09 März 2017 11:06)

    # Andy
    Ja, es ist wirklich sehr schade - meine Fewo-Seite habe ich noch bei Jimdo, aber wenn sich bis zum Herbst nix ändert, werde ich die auch kündigen müssen.
    Ich bin bei alfahosting - die sind vom Preis-/Leistungsverhältnis, aber vor allem beim Support super. Dazu den Magix Webdesigner - und unterm Strich zahle ich auch noch weniger :)

  • #12

    Jimdo Team (Donnerstag, 09 März 2017 12:37)

    @Barbara: Schade, dass Jimdo nicht den von dir benötigten Funktionsumfang bieten kann. Es gibt natürlich immer Anwendungsgebiete, für die ein System besser oder weniger perfekt geeignet ist.

    Ein Punkt jedoch: Du kannst sehr wohl eigene Videos hochladen. Allerdings ist die Einbindung über eine externe Plattform nicht nur einfacher, sondern auch sicherer: Bei YouTube hast du zum Beispiel die Möglichkeit, die Einstellung zu wählen, dass es nicht öffentlich verfügbar sein soll. Das ginge bei einem direkten Upload auf einer Webseite nicht.

    Viele Grüße,
    Tim

  • #13

    Brigitte (Freitag, 10 März 2017 11:28)

    Frage an Barbara : gibst du mir den Link zu deiner Fewo-Seite? Ich suche immer eine richtig coole Seite - und darf ich da auch abkupfern ??

  • #14

    Barbara (Samstag, 11 März 2017 07:05)

    Hallo, Tim,
    ich hatte ja geschrieben, dass ich eigene Videos mit HTML hochgeladen hatte - das funktionierte aber nur manchmal tadellos, manchmal eingeschränkt (Video konnte nicht vergrößert werden), manchmal gar nicht - und witzigerweise sogar teilweise bei demselben Video resp. Code. Der Support konnte mir leider nicht helfen; hat mich an die "Experts" verwiesen - und das ist halt auch ein großer Nachteil bei Jimdo: Schnelle Hilfestellung ist nicht möglich, man wartet auf die Antwort, dann gibt`s vielleicht noch ein Missverständnis, wieder schreiben, wieder warten und dann doch keine Lösung - bei privaten Seiten kann ich noch damit leben, aber bei geschäftlichen nicht. Früher gab`s das Jimdo-Forum; da bekam man in der Regel schnell und kompetent Hilfe (ganz zu schweigen vom Austausch von Ideen etc.) - aber das gibt es ja leider schon lange nicht mehr... :(

    Zum Funktionsumfang: Nach wirklich langem (!) Warten auf Shopfunktionen wie Suchfilter, Kundenkonto etc. hatte ich meine Shops bei Jimdo gekündigt. Beim Ausprobieren anderer Anbieter habe ich dann erst gemerkt, wie viele Freiheiten in der Gestaltung man auch bei Baukästen haben kann - daher die anderen Kündigungen und die Überlegung, auch meine Fewo-Seite zu kündigen. Die mal als Beispiel: Ich bin extra bei euch in HH gewesen, weil ich mit dem Layout unzufrieden war. Wir haben dann auch ein neues Layout gefunden, eigentlich das einzig Mögliche für das, was ich wollte. Aber
    - mir gefällt die Navigation nicht; es müsste ein Dropdown Menü sein - geht aber bei diesem Layout nicht;
    - ich kann Hintergrundbilder nach wie vor nicht beliebig verschieben;
    - die Seitengröße/Content ist fest;
    - Sidebar geht nur wieder mit Spaltenelement, ebenso
    - eine zweite Navigation;
    - Text kann nur links oder rechts um ein Bild fließen;
    - Texthintergrund kann nicht farblich geändert werden...
    und da gibt es noch einiges mehr (Blog).

  • #15

    Barbara (Samstag, 11 März 2017 07:10)

    @ Brigitte
    Eigentlich kannst du doch einfach auf meinen Namen klicken, um auf die Seite zu kommen.
    Ich bin aber nicht zufrieden damit - und habe auch schon seit längerem nix mehr gemacht; bin leider anderweitig sehr beschäftigt, auch mit der Neueinrichtung meiner bei Jimdo gekündigten Shops. Aber falls du dennoch was zum "Abkupfern" findest: Bitte bedien dich ;)