Conversion Optimierung: Fünf Tipps, um aus Besuchern Kunden zu machen

Es gibt SO viele Tipps für Website-Besitzer da draußen im Netz, da kann man schon mal den Überblick verlieren – vielleicht seht ihr das ja genauso. Vieles davon ist wichtig, manches wird auch zu heiß serviert.

Eins ist aber wirklich sicher: Als Website-Besitzer habt ihr ständig mit “Conversion” zu tun. Conversion bedeutet: aus einem Besucher eurer Website wird auch ein Kunde. Der Besucher “konvertiert”: er bestellt etwas oder schreibt euch eine Mail, weil er sich für euer Angebot interessiert.

Unsere Einladung: Macht es euch mit einem Kaffee in der Hand gemütlich und erfahrt in diesem Artikel, wie ihr die Conversion auf eurer eigenen Website verbessern könnt. Laura Bernheim von HostingAdvice.com gibt 5 konkrete Tipps!


Die Conversion Rate erhöhen und für mehr Umsatz sorgen

Vorab ein Beispiel für euch, um zu veranschaulichen, worum es überhaupt geht:

Ein Freund, Fotograf, wollte vor einiger Zeit etwa eine Portfolio-Website aufbauen, um an neue Aufträge zu kommen. Hat (zum Glück!) wunderbar geklappt und beruflich lief es wieder super.

Nun sollte seine Seite aber nicht mehr nur eine reine Portfolio-Seite sein. Er wollte nun darüber vorrangig Bilder verkaufen. Es ging ihm also darum, aus den Besuchern seiner Webseite zahlende Kunden zu machen oder kurz: seine Conversion Rate zu erhöhen.

Das heißt: Mit derselben Domain und denselben Fotos wollte er etwas ganz anderes erreichen.

Musste er nun seine ganze Webpräsenz über den Haufen werfen und wieder bei Null anfangen? Zum Glück nicht, denn es einige prima Möglichkeiten, mit denen man seine bestehende Webseite hinsichtlich der Conversion Rate optimieren kann. Hier kommen meine fünf Tipps, die euch auf diesem Weg helfen – ganz gleich, in welchem Beruf und welcher Branche ihr unterwegs seid.

 

1. Erzeugt einen guten Eindruck

Wenn ihr euer Webdesign an der Conversion Rate ausrichtet, ist die erste und wahrscheinlich einfachste Regel: Aussehen ist (fast) alles. Ganz gleich, ob Besucher gezielt auf eure Webseite gehen, durch eine Google-Suche bei euch landen oder vielleicht über einen Link in einem Blog.

Mit dem Filter für Designvorlagen bietet Jimdo euch die Möglichkeit, genau das Design zu finden, das euch die meisten Conversions bringt.

Angefangen bei der Navigation über die Inhalte bis zur Schrift oder den CTAs (Calls to Action), haben verschiedene Elemente Einfluss darauf, wie lange Besucher bleiben, ob sie sich weiter umsehen und ob sie tatsächlich „zuschlagen“.

Nehmt am besten mal eure Bounce Rate (auch Absprungrate genannt) in den Statistiken unter die Lupe. Sie gibt an, wie viele Besucher eure Seite direkt wieder verlassen, ohne eine weitere Unterseite aufzurufen.

Eine super Sache insbesondere für Start-ups und kleinere Unternehmen sind Website-Baukästen: Sie ermöglichen es, eine Menge Geld zu sparen, indem sie responsives Design, Hosting und E-Commerce-Tools in einem Gesamtpaket anbieten – und das so, dass auch Einsteiger ohne Vorkenntnisse damit klarkommen.

 

2. Macht es euren Kunden leicht

Besucher entscheiden in nur 50 Millisekunden, ob eine Webseite sie anspricht oder nicht. Insofern überrascht es nicht, dass sie auch nicht viel Zeit investieren, um die Informationen aufzustöbern, nach denen sie suchen.

Achtet darum bei der Auswahl der Designs nicht nur darauf, dass es euch optisch anspricht. Mindestens ebenso wichtig ist, dass es übersichtlich ist und die Orientierung erleichtert. Im Netz findet ihr Check-Listen mit Punkten, auf die es zu achten lohnt, wie zum Beispiel:

  • Speckt eure Formulare ab: Niemand hat Lust, für einen Einkauf unzählige Felder auszufüllen. Deshalb fragt im Formular nur die nötigsten Infos ab, um möglichst viele Abschlüsse zu generieren.
  • Rückt den CTA ins Rampenlicht: Eigentlich logisch: Ein gut sichtbarer Call-to-Action-Button erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er genutzt wird.
  • Verzichtet auf Slider: Die meisten Kunden schalten die Slideshow direkt aus, weil sie sie stört. Zeigt eure Produkte deshalb lieber mit mehreren statischen Bildern.

Kurz gesagt: Gestaltet die Navigation auf eurer Webseite für die Besucher so einfach und angenehm wie möglich. Indem ihr das UX-Design eurer Webseite verbessert, erhöht ihr zugleich die Chance, dass die Besucher euer Angebot positiv wahrnehmen, etwas kaufen und eure Marke weiterempfehlen.

Ebenso wichtig ist es übrigens, den Bezahlvorgang so einfach wie möglich zu gestalten. Eine positive User Experience schafft also die besten Voraussetzungen für eine hohe Conversions Rate.

 

3. Denkt an die (vielen) mobilen Nutzer

Dass immer mehr Leute online einkaufen, wissen wir schon länger. Erstaunlich finde ich, wie rasant dabei der Trend vom Laptop oder Desktop-PC hin zum Smartphone oder Tablet geht:

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom nutzen 39 Prozent ihr Smartphone und 27 Prozent ihr Tablet zum Shoppen – damit haben sich die Zahlen innerhalb von nur zwei Jahren verdoppelt. Das hängt natürlich eng damit zusammen, dass immer mehr Anbieter das Einkaufserlebnis auf mobilen Geräten einfacher und angenehmer gestalten.

Ein responsives Design sorgt für mehr Conversions – insbesondere auf kleinen Bildschirmen.

Im Oktober 2016 wurde erstmalig weltweit die Internetnutzung per Desktops von der mit mobilen Endgeräten übertroffen. Jimdo-Nutzer braucht das nicht weiter zu beunruhigen, denn sie können nicht nur aus etlichen Designvorlagen wählen – diese sind auch noch allesamt responsive, das heißt sie werden auf sämtlichen Geräten optimal dargestellt.

Vielleicht habt ihr es selbst schon ausprobiert: In der Vorschau könnt ihr über die Gerätesymbole in der rechten oberen Ecke zwischen verschiedenen Displaygrößen und -typen wechseln und so überprüfen, wie eure Webseite auf Tablet, Smartphone & Co. aussieht.

Und auch hier spielt das UX-Design wieder eine große Rolle: Vergewissert euch, dass die Texte auch auf dem kleinen Bildschirm problemlos lesbar und die CTA-Buttons ebenso gut sichtbar sowie einfach anzuklicken sind. Vor allem aber muss eure Webseite schnell sein, denn bei langen Ladezeiten wird aus einem potenziellen Kunden ganz schnell ein ehemaliger Interessent, der es gar nicht erst auf eure Webseite geschafft hat. Holt euch hier weitere Informationen zum Thema mobile Website.

 

4. Verwende klare Worte

Eine schlechte User Experience kann ähnlich frustrierend sein wie der Versuch, sich mit einem Baby zu unterhalten, das unverständliche Worte vor sich hin brabbelt. Es liegt auf der Hand: Kunden möchten auf eurer Webseite klipp und klar erfahren, was ihr anbietet, wie ihr ihnen helfen könnt – und welche Vorteile euer Angebot gegenüber anderen hat. Und das – ihr ahnt es – so schnell wie möglich.

Um die Conversion Rate zu erhöhen, ist eine klare und begeisternde Sprache extrem wichtig. Deshalb schaut euch die Überschriften und Teaser-Texte eurer Webseite an und bringt mit ihnen ohne Umschweife das Wer, Was, Wo, Wann und Warum euer Marke auf den Punkt.

Eventuell könnt ihr eure Besucher dazu bewegen, etwas länger auf eurer Webseite zu bleiben, indem ihr nützliche Inhalte ergänzt – mit Betonung auf „nützlich“. Sofern es wissenswerte Zusatzinfos zu euren Produkten gibt, interessieren sie eure Kunden mit Sicherheit. Aber: Macht nicht den Fehler, überflüssige Worte zu verwenden, nur damit es nach „mehr“ aussieht.

Kleine Unternehmen haben zudem den Vorteil, dass sie persönliche Geschichten teilen und so mit den Besuchern auf einer eher persönlichen Basis Kontakt aufnehmen können als große Anbieter. Das trifft auf euch zu? Dann nutzt das zu eurem Vorteil!

 

5. Optimiert eure Keyword-Recherche

Wahrscheinlich habt ihr das Thema SEO ohnehin im Blick und das ist gut so – auch hinsichtlich der Conversion Optimierung. Allerdings sorgt ein gutes Ranking bei Google & Co. allein nicht für eine höhere Conversion Rate.

Denn natürlich kauft nicht jeder, der eure Webseite besucht, auch eure Produkte. Und trotzdem: Eine gute SEO-Performance und eine daraus resultierende große Anzahl von Besuchern, schafft die besten Voraussetzungen für mehr Umsatz: Die Leute kommen immerhin auf eure Webseite, weil sie sich für euer Angebot interessieren. Nun geht es darum, sie zum nächsten Schritt zu bewegen.

Wie das klappt? Durch die richtige Keyword-Recherche. Am besten versetzt ihr euch einmal in die Lage möglicher Kunden. Wonach genau würdet ihr suchen? Eure Besucher können in ganz unterschiedlichen Stadien ihres Einkaufs sein – einige wollen sich möglicherweise erstmal informieren, andere schnellstmöglich etwas kaufen.

Eine gute Keyword-Recherche kann über euren Geschäftserfolg entscheiden. Richtet eure Keywords an den Bedürfnissen eurer potenziellen Kunden aus. Dazu könnt ihr zum Beispiel überlegen, was euer Angebot von dem eurer Mitbewerber unterscheidet.

Vielleicht seid ihr ein lokaler Anbieter, der seine Kunden vor allem in direkter Umgebung findet. Oder ihr seid auf einen ganz bestimmten Aspekt eures Produkts oder eurer Dienstleistung spezialisiert. Profitiert von diesen Details – sie bringen euch oft mehr als der Versuch, das große Ganze abzudecken. Einige hilfreiche Tipps und Tools für die Keyword-Recherche findet ihr direkt hier im Blog.


Laura Bernheim ist Redakteurin bei hostingadvice.com. Harte technische Fakten macht sie mit Humor, Kreativität, ihrem reichen Erfahrungsschatz und Wissen über WordPress, Webhostig, Design und Entwicklung zu leicht verständlichen und unterhaltsamen Informationen – ganz zur Freude ihrer Leser. Ihr findet sie auch bei Twitter und LinkedIn.