Das Sechs-Punkte-Sparprogramm für clevere Gründer

Ihr habt eine geniale Geschäftsidee und traut euch nicht sie umzusetzen, weil ihr befürchtet, die Kosten nicht stemmen zu können? Dann geht es euch wie vielen angehenden Unternehmern. Das ist echt schade, denn die Geldsorgen ersticken nicht nur viele Lebensträume im Keim, sondern sind oft auch völlig unnötig. Im Gastbeitrag stellt euch Finanzredakteurin Ashley Dull heute sechs Möglichkeiten vor, wie ihr bei einer Gründung bares Geld sparen könnt.


Klar ist, dass jede Gründung mit Ausgaben verbunden ist. Dennoch benötigt ihr dafür keine Millionen und ihr braucht auch keinen wohlgesonnenen Kapitalgeber im Rücken zu haben. Woher wir das wissen? Es gibt genug Fälle, die das belegen.

Bevor wir aber zu den konkreten Tipps kommen, hier ein ganz allgemeiner Rat für alle Gründer: Wenn ihr die voraussichtlichen Kosten für euer Start-up recherchiert und zusammengestellt, unterteilt sie am besten in zwei Kategorien: Ausgaben, die unverzichtbar sind, und solche, auf die ihr notfalls verzichten könnt. Fangt klein an und denkt unkonventionell – so könnt ihr viel Geld sparen und der Traum vom eigenen Unternehmen wird plötzlich erschwinglich.

 

1. Vergesst das herkömmliche Büro

Eines gilt für fast alle Unternehmensgründungen: Die größte Position bei der Kostenaufstellung ist auch jene, die man am flexibelsten handhaben kann, nämlich der Büroraum. Bevor ihr 20 Euro pro Quadratmeter und Monat für die Büromiete berappt, lohnt es sich zu überdenken, ob ein klassisches Büro überhaupt braucht.

Vielleicht habt ihr euch beim Gedanken an eure Gründung immer in einem schicken Büroloft im hippen Szeneviertel gesehen, aber realistisch betrachtet ist so ein Firmensitz bei den meisten Start-ups nicht nötig. Möglicherweise könnt ihr sogar – je nachdem, worum es bei eurer Geschäftsidee geht – zunächst von zu Hause aus arbeiten.

Es gibt heute unzähligen Möglichkeiten, online zu kommunizieren und Daten auszutauschen, sodass ihr das kostspielige Thema Büro vielleicht ja sogar ganz abhakt. In den USA arbeiten laut einer aktuellen Studie des Meinungsforschungsinstituts Gallup heute etwa 43 Prozent der Berufstätigen zumindest teilweise extern, also zum Beispiel unterwegs oder im Homeoffice. Diese Entwicklung wird voraussichtlich noch anhalten und ist auch in anderen Ländern zu beobachten.

Natürlich ist es nicht jedermanns Sache, allein zu arbeiten. Aber selbst wenn euch in euren eigenen vier Wänden die Decke auf den Kopf fällt, gibt es noch immer die Möglichkeit, sich einen Schreibtisch in einem Gemeinschaftsbüro zu mieten oder es mal mit einem Platz im Coworking-Space zu versuchen. Auf Plattformen wie optionspace und coworking.de findet ihr vielleicht einen passenden Arbeitsplatz oder ein Büro, um eurer Kreativität freien Lauf zu lassen und euer Unternehmen zum Laufen zu bringen.

 

2. Nutzt einen Webseiten-Baukasten

Ein Unternehmen, das keine eigene Website hat, kann man sich heute kaum noch vorstellen. Das gilt vor allem für Start-ups, die noch keinen Kundenstamm haben.

Euch graut beim Gedanken an die Unsummen, die ihr für einen Webdesigner aufbringen müsst? Keine Panik! Bei Jimdo könnt ihr euch aus etlichen Designvorlagen die passende aussuchen und daraus im Handumdrehen eine eindrucksvolle Website erstellen. Ihr habt sogar die Möglichkeit, einen eigenen Blog und einen Online-Store einzurichten, ohne auch nur ansatzweise etwas programmieren zu müssen.

Der kostenlose Website-Baukasten von Jimdo enthält alles, was ihr braucht, um eine professionelle Website zu gestalten. Und wenn ihr möchtet, könnt ihr ganz einfach ein Upgrade machen und euch eure individuelle Wunsch-Domain sichern.

 

3. Übernehmt mehrere Aufgaben

Wenn ihr überlegt, was ihr alles für euer Unternehmen braucht, ist das Thema Mitarbeiter ein ganz wichtiger Punkt. Auch wenn ihr große Pläne habt: Am Anfang braucht ihr noch nicht die große Mannschaft, die ihr mit etwas Glück später vielleicht benötigt. Es könnte sogar eher sein, dass ihr ganz zu Beginn noch niemanden einstellen müsst.

Was oft vergessen wird: Angestellte bekommen ja nicht nur ein Gehalt, sondern ihr müsst in vielen Ländern auch noch Steuern, Versicherungen und einiges mehr für sie bezahlen. Das kann in Summe ganz schön teuer werden. Deshalb ist es super, wenn ihr während und kurz nach der Gründung so viel wie möglich selbst in die Hand nehmt. Das kann auch bedeuten, dass ihr Flyer selbst verteilt oder Produktfotos mithilfe einer DIY-Lightbox eigenhändig anfertigt.

Und was, wenn ihr etwas partout nicht selbst hinbekommt, zum Beispiel ein tolles Logo für euer Unternehmen zu entwickeln? Dann solltet ihr lieber jemanden auf Honorarbasis beauftragen und ihn nicht gleich fest anstellen. Freelancer bringen die Erfahrung und das Know-how eines Profis mit, verursachen im Gegensatz zu einem Angestellten aber keine zusätzlichen Kosten. Hier haben wir einige Tipps für ein stimmiges Erscheinungsbild eures Projekts zusammengestellt.

 

4. Werdet zu Schnäppchenjägern

Natürlich ist es super, bei großen Investitionen zu sparen, wo es nur geht. Getreu dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ solltet ihr aber auch die geringen Einsparmöglichkeiten hier und da nicht unterschätzen. Addiert man sie, kommt mit der Zeit eine hübsche Summe zusammen. Warum also beispielsweise nicht auf einer Gutscheinplattform nach Rabatten schauen, um für Bürobedarf wie Papier oder Druckerpatronen ein paar Euro weniger auszugeben?

Es gibt Geschäfte, bei denen Ihr Stammkunde seid? Super, dann fragt doch mal nach, ob sie ein Treueprogramm haben. Wer viel reist, meldet sich am besten beim Bonusprogramm der Fluglinie an, die er am häufigsten nutzt. Und auch viele Hotelketten bieten für regelmäßige Gäste Ermäßigungen, hier zahlt sich ein wenig Recherche ebenfalls aus.

Eine andere Möglichkeit, ohne viel Aufwand Geld zu sparen, sind Cashback-Kreditkarten. Je nach Anbieter kann man damit entweder durch eine Gutschrift am Ende des Monats profitieren oder durch Rabatte, die man auf den jeweiligen Kaufpreis erhält. Bei Dingen, die ihr ohnehin anschaffen müsst, könnt ihr so einen deutlich besseren Preis rausholen. Kleine Anmerkung am Rande: Natürlich solltet ihr darauf achten, dass ihr die Rechnung am Ende des Monats auch begleichen könnt. Falls das nämlich nicht der Fall ist, können die Zinskosten höher ausfallen als die eigentliche Ersparnis beim Kauf – und das ist ja nun nicht Sinn und Zweck der Sache.

 

5. Nutzt die sozialen Netzwerke

Natürlich wissen wir alle, wie wichtig Marketing ist, aber wie geht man die Sache am besten an? Viele Gründer haben zunächst eine Menge Fragezeichen in den Augen. Sollen sie Plakate aufhängen, Anzeigen schalten oder gar Fernsehspots schalten? Ehrlich gesagt: Am besten keines davon!

Die meisten Start-ups sind am besten beraten, wenn sie erstmal die Möglichkeiten nutzen, die das Internet bietet. Vor allem Social-Media-Kanäle spielen dabei eine große Rolle, immerhin nutzen satte 43 Prozent der 18- bis 34-Jährigen regelmäßig Facebook & Co. als Inspiration für ihre Käufe (und das gilt zunehmend auch für die Altersgruppe der über 35-Jährigen). Für Start-ups sind soziale Netzwerke also extrem effektiv, um auf sich aufmerksam zu machen – und das auch noch kostenlos! Ob ihr dann bei Instagram Fotos neuer Produkte teilt oder lieber twittert, wo es den besten Lunch der Stadt gibt, bleibt dabei eurer Fantasie überlassen.

Das beste daran ist, dass wirklich jeder Gründer ohne großartige Vorkenntnisse eine Social-Media-Strategie ausarbeiten und auf den Weg bringen kann. Alles, was ihr dafür braucht, ist ein wenig Recherche und Planung. Für Jimdo-Nutzer ist es besonders einfach, im Social Web die Werbetrommel zu rühren, denn sie können ihre Inhalte mit wenigen Klicks auf diversen Plattformen teilen.

 

6. Tauscht, was das Zeug hält

Unser letzter Tipps, mit dem ihr die Gründung noch ein bisschen erschwinglicher machen könnt, klingt vielleicht ein wenig altmodisch, ist aber Gold wert: die Rede ist von Tauschgeschäften. Unsere Vorfahren kannten gar keine andere Form des Wirtschaftens, als zu tauschen. Heute ist es zwar kaum noch üblich und doch ein toller Weg, um an Waren oder Dienstleistungen zu kommen, die ihr euch sonst nicht leisten könntet.

Ihr braucht eine professionell wirkende Produktbroschüre und ein befreundeter Designer einen zuverlässigen Babysitter? Dann bietet eure Dienste im Gegengeschäft an, auch wenn sie vielleicht (wie in unserem Beispiel) nichts mit eurer eigentlichen Geschäftsidee zu tun haben. Das beste daran ist, dass ihr nicht nur quasi kostenlos etwas bekommt, was ihr gerade benötigt, sondern ganz nebenbei auch noch neue Kontakte knüpft oder bestehende Beziehungen pflegt.

Und damit nicht genug: Vielleicht habt ihr auch im Büro das eine oder andere stehen, was ihr für euer Start-up gar nicht mehr benötigt – auch hier ist tauschen eine prima Möglichkeit, um an Dinge zu kommen, die ihr besser gebrauchen könnt. Inseriert euer Angebot einfach in der lokalen Zeitung oder nutzt digitale Kleinanzeigenmärkte wie Craigslist. Oft lohnt es sich auch, auf Plattformen wie Freecycle vorbeizuschauen – dort verschenken Leute Nützliches, für das sie selbst keine Verwendung mehr haben.

 

Und: Begrabt eure Träume nicht aus Angst vor den Kosten

Etwas Neues zu wagen kann beängstigend sein, aber auch eine große Erfüllung sein. Wenn ihr von einem eigenen Unternehmen träumt, solltet ihr euch deshalb diese spannende und einzigartige Erfahrung nicht nehmen lassen, nur weil ihr zu hohe Kosten befürchtet.

Unser Sechs-Punkte-Plan hat euch hoffentlich gezeigt, dass Ihr nicht reich zu sein braucht, um euer eigener Boss zu werden. Worauf es ankommt, ist vielmehr ein wenig Recherche und eine vernünftige Planung. Wenn ihr das beherzigt, findet ihr sicherlich noch viel mehr Wege, um Kosten zu sparen und so aus einem teuren Traum die erschwingliche Realität zu machen. Wir wünschen euch Erfolg – und jede Menge Spaß – beim Abenteuer eures Lebens!


Ashley Dull ist Finanzredakteurin bei Digital Brands Inc. Sie arbeitet eng mit Experten und Führungskräften in allen Bereichen des Finanzsektors zusammen, um den Lesern verlässliche und relevante Nachrichten und Ratgeberartikel bieten zu können.