Als Shop-Besitzer kennt ihr es sicherlich: Online-Kunden sind ziemlich anspruchsvoll – ganz besonders bei der Geschenke-Suche in der Vorweihnachtszeit. Viele Nutzer empfinden es zum Beispiel als selbstverständlich, ein gesuchtes Produkt direkt mit Google zu finden. Hochwertige Fotos und eine schicke Präsentation im Shop werden ebenso vorausgesetzt. Und natürlich sollen die Preise fair und attraktive Rabatte per Mausklick verfügbar sein.

Diese Erwartungen der Kunden bedeuten für euch Shop-Betreiber natürlich Aufwand – und riesen Potenziale zugleich. Ein Thema, das vielfältige Chancen bietet, wird dabei von vielen Shop-Besitzern häufig übersehen: die Versandkosten. Denn die Versandkosten sind für Kunden ein sehr großes Argument beim Online-Kauf.

Wir haben für euch Ideen und Tipps zusammengestellt, wie ihr euren Kunden mit den richtigen Versandeinstellungen einen echten Mehrwert bieten könnt. Es lohnt sich – ganz besonders vor den Feiertagen!


Das A und O: Transparenz

Der Versand verursacht Kosten – das weiß selbstverständlich jeder, der etwas im Internet bestellt. Dennoch gibt es Online-Shops, die versuchen, den Versandpreis möglichst bis zum letzten Schritt der Bestellung vor den Kunden zu verbergen – um niemanden abzuschrecken. Dies ist allerdings ein Missverständnis.

Unser Empfehlung: Im Vorteil ist, wer seine Lieferkosten sehr transparent angibt und die Berechnung simpel gestaltet. So haben Kunden die Versandkosten direkt im Blick oder können diese einfach errechnen (z. B. bei Versandpreis nach Gewicht). Das sorgt für Sicherheit bei euren Besuchern und schafft Vertrauen.

 

Was zu eurem Shop passt – die Vorteile der Versand-Einstellungen

 

In eurem Jimdo-Shop habt ihr verschiedene Möglichkeiten, die Versandkosten passgenau für eure Produkte oder Dienstleistungen einzustellen. Je besser der Versandpreis zu eurem Produkt passt, desto lieber bestellen eure Kunden in eurem Shop!

Versnadkosten Jimdo

 

Besonders einfach: die Standardversandkosten

  • Standardversandkosten gelten unabhängig von der Anzahl der Artikel im Warenkorb
  • Euer Vorteil: Die Abrechnung, Kalkulation und Etikettierung sind einfach. Außerdem bestellen eure Kunden vielleicht gleich das ein oder andere Produkt mehr – der Preis für den Versand bleibt schließlich der gleiche :)
  • Vorteil der Kunden: Die maximale Transparenz, der jederzeit bekannte Gesamtpreis und die mögliche Ersparnis bei größeren Bestellungen.

 

Super flexibel: Berechnung nach Gewicht

  • Verkauft ihr Ware, bei der sich die Versandkosten recht proportional zum Gewicht des Produkts erhöhen, empfiehlt es sich, “Regeln nach Gewicht” einzustellen.
  • Das betrifft natürlich vor allem Produkte, die eure Kunden auch nach Gewicht bestellen – zum Beispiel Kaffee, Tee oder Gewürze.
  • Euer Vorteil: Indem ihr Gewichtsspannen festlegt (z. B. von 0,2 kg bis 1 kg), ist die Berechnung einfach. Ihr könnt euch dabei genau an den Vorgaben eures Versanddienstleisters orientieren.
  • Vorteil der Kunden: Der einfach nachvollziehbare Preis durch Gewichtsspannen und die sehr faire Berechnung.
Legt ihr für eure Produkte mehrere Versandregeln fest (zum Beispiel Standardversandkosten und Regeln nach Gewicht), gilt für eure Kunden der höchste zutreffende Preis.

 

Simpel und intelligent: Kosten nach Produkt-Tag

Versandkosten Jimdo

  • Tags kennt ihr bereits aus der Produktübersicht.
  • Indem ihr euren Produkten bestimmte Tags zuweist, könnt ihr zudem auch die Versandkosten für bestimmte Produkt-Gruppen festlegen.
  • Euer Vorteil: Die Tags sind perfekt, um Produktgruppen einen passgenauen und angemessenen Versandpreis zuzuordnen. Habt ihr etwa einzelne Kaffeebecher im Sortiment, aber auch ganze Geschirrsets, könnt ihr über die Produkt-Tags ganz einfach die passenden Versandkosten vergeben.
  • Vorteil der Kunden: Die Versandkosten richten sich individuell nach den Produktgruppen eures Sortiments – und sind so eventuell noch kundenfreundlicher als z. B. der Standardversand.
Bei JimdoFree und JimdoPro könnt ihr zwischen Standardversandkosten, einer Obergrenze sowie kostenlosem Versand wählen. JimdoBusiness bietet euch darüberhinaus die Möglichkeit, den Versand nach Gewicht und Produkt-Tag (sowie Land oder Region) zu bestimmen.

 

Für Viel-Besteller: die Versandkostenobergrenze

  • Mit einer Versandkostenobergrenze definiert ihr die den maximalen Versandpreis unabhängig von der Anzahl der bestellten Produkte.
  • Diese Option sollte dabei zu eurem Sortimen “passen”: zum Beispiel bei Waren, die häufiger in großer Menge bestellt werden, ohne dass die Lieferung dadurch teurer wird.
  • Euer Vorteil: Ihr könnt die Obergrenze sehr gut kalkulieren, indem ihr die Bedingungen eures Versanddienstleisters berücksichtigt. Macht diese Option für eure Produkte Sinn, könnt ihr damit einen super Anreiz für eure Kunden schaffen, mehr zu bestellen.
  • Vorteil der Kunden: Ganz einfach: je mehr eure Kunden bestellen, desto weniger zahlen sie anteilig für den Versand.

 

Versandkostenfrei – eine Option?

Kunden lieben versandkostenfreie Lieferung, wie Studien immer wieder bestätigen. Das überrascht nicht, schließlich bedeutet eine Gratislieferung gespartes Geld – oder es fühlt sich zumindest so an.

Als Shop-Betreiber bietet es sich an, diese kleine “Verkaufspsychologie” zu berücksichtigen: Durch einen kostenlosen Versand fühlen sich eure Besucher bei euch besonders fair und zuvorkommend behandelt. Nun fragt ihr euch vielleicht: “Kann sich das wirklich rentieren?“

Die eine, richtige Antwort gibt es hierfür nicht. Häufig gilt jedoch, dass Kunden den Gratisversand auch bei einem etwas höheren Artikelpreises als besonderen Service empfinden. Eine versandkostenfreie Lieferung kann sich daher durchaus lohnen: zum Beispiel, wenn ihr den Versand in den Produktpreis einrechnen könnt, bei bestimmten Aktionen oder ab einem bestimmten Warenkorbwert.


Da der Versand für die Kunden zum “Einkaufserlebnis” genauso dazugehört, wie professionelle Produktbilder oder verständliche Beschreibungen, könnt ihr euren Besuchern mit durchdachten Versandbedingungen ein echtes Plus anbieten. Es kann sich also tatsächlich rentieren, die Versandkosten für den eigenen Shop einmal zu überdenken.

Ich hoffe, auch für euren Online-Shop war vielleicht eine Idee dabei. Wie geht ihr an das Thema Versandkosten jetzt vor Weihnachten heran? Ich freue mich auf eure Kommentare!
Beste Grüße,
Markus