Vom PC an die Werkbank: Ein Praktikum für Jimdo-Gründer Fridel

Jeder fängt mal klein an. Zum Beispiel als Praktikant. Bei Jimdo-Gründer Fridtjof Detzner war es genauso – erst vor einigen Wochen. Er hat in einer Werkstatt in Hamburg-Altona ein Praktikum bei einem Kunststoffformbauer absolviert. Berufliche Weiterbildung, könnte man auch sagen.

Denn zugegeben, der Anfang seines Berufslebens war es für Fridel natürlich nicht. Vielmehr war es eine Art “Prequel” zu Fridels großer Asien-Tour zu Gründern in acht verschiedenen Ländern zusammen mit dem TV-Sender Deutsche Welle (DW).

Da mag ein Praktikum quasi um die Ecke in Hamburg-Altona erstmal unspektakulär klingen – doch auch die Woche bei Meister Matthias (im Bild ganz rechts) hat ihm bereits bleibende Eindrücke beschert, wie er uns erzählt hat.


“Ich kenne den Besitzer der Werkstatt, Matthias, schon seit ein paar Jahren”, sagt Fridel. Matthias ist Spezialist für Kunststoffformbau.  “Weil ich nach diversen Surfabenteuern immer wieder mal kaputte Boards zu ihm gebracht habe, hatten wir einen ganz guten Draht.”

Einige Monate vorher hatte Fridel bereits angefangen, eigene Möbel zu bauen. “Etwas handwerklich zu machen, das hat mich immer schon gereizt. Da ich sowieso total in Matthias Werkstatt verliebt bin, habe ich ihn irgendwann gefragt, ob ich mal ein Praktikum machen könnte”, erzählt Fridel.

 

Fräse statt MacBook

Zwar liegt die Werkstatt von Matthias nur einen größeren Steinwurf vom Jimdo-Büro in Hamburg entfernt. Und doch war das Praktikum für Fridel ein spannendes “Hinter-die-Kulissen-Gucken“ – in zweierlei Hinsicht.

“Zum einen finde es es total großartig, was mit den Händen zu machen. Kunststoff ist faszinierend, weil man wirklich nahezu jede Form bauen kann, die dann sowohl stabil als auch leicht ist”, erklärt Fridel. Matthias repariert beispielsweise Surfboards, erstellt aber auch Modellbauten von beispielsweise Windkraftanlagen oder Prototypen für Medizintechnik.

Erste Hilfe für Surfboards: Lädierte Boards wie dieses werden in Matthias Werkstatt geflickt.

Damit sei die Arbeit in der Werkstatt eine total andere als im Büro bei Jimdo, aber nicht minder interessant. Wenn man sehe, welch aufwändige Arbeit dahinter stecke, ein Board wieder „fit zu machen“ – das sei ganz besonders spannend gewesen.

Und wer kennt es nicht, wie überrascht man ist, wenn man auf einmal kennenlernt, was hinter einem bestimmten Produkt oder einer Leistung steckt?

 

Der spannendste Moment als Gründer

Zum anderen, sagt Fridel, sei der Einblick in die Werkstattarbeit aufgrund einer bestimmten Erkenntnis gewinnbringend gewesen: “Unternehmer, Werkstattinhaber, Ladenbesitzer – einfach jeder, der selbst etwas auf die Beine stellt, macht ähnliche Erfahrungen!” So seien gewisse Herausforderungen und Probleme als IT-Gründer durchaus die gleichen, wie als Handwerker.

Werkstattinhaber Matthias habe zum Beispiel sehr viele Hüte auf einmal auf. “Er ist eigentlich Kunststoffformbauer, aber als Werkstattinhaber gleichzeitig Buchhalter oder Businessplaner”, sagt Fridel. “Das kenne  wir auch von Jimdo, als wir noch kleiner waren und fast alles selber gemacht haben.”

Genau diese Herausforderungen seien auch der spannendste Moment als Gründer oder Selbstständiger: immer dann, wenn nicht alles glatt laufe. “Zu Zeitpunkten, wenn es ‘Struggle’ gibt”, sagt Fridel. “Und wie man dann Lösungen findet, die vielleicht ganz neue Potenziale aufdecken!”

Maskierter Gründer-Praktikant: Fridel mit Atemschutz bei der Arbeit an einem Board.

Nächster Halt: Mongolei

So sei das Praktikum in der Kunststofformabau-Werkstatt vielleicht die perfekte Vorbereitung auf die Asienreise zu anderen Gründern gewesen. “Es war ideal, um die Perspektive zu schärfen: Was machen andere Gründer und wie gehen sie mit ähnlichen Problemen um?”, fasst Fridel zusammen.

Nach seinem Praktikum ist der Jimdo-Gründer zusammen mit der Deutschen Welle nach Asien aufgebrochen – zu weiteren Besuchen bei Gründern in ganz verschiedenen Branchen und Orten. Hier im Jimdo-Magazin könnt ihr bald regelmäßig von Fridels Geschichten lesen. Und da gibt es einige zu erzählen! :)


Hier könnt ihr Fridel auf seiner Reise folgen:

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Seine Webseite: www.fridel.de