Fotos mit Wau-Effekt

Den richtigen Augenblick erwischen. Das ist das Erfolgsgeheimnis von Hundefotograf Christian Vieler. Egal, ob es um seine genialen Fotos geht, seine Jimdo-Webseite oder den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit. Das ist seine Story.


Eigentlich wollte Hobbyfotograf Christian Vieler nur seine neue Blitzlichtanlage ausprobieren. Niemals hätte er daran gedacht, dass er an diesem Nachmittag den Schritt zur Profikarriere machen würde.

“Ich hatte alles aufgebaut. Die Kamera und das neue Blitzlicht, das ich extra gekauft hatte, um schnelle Bewegungen superscharf einzufangen. Dann stellte ich fest, dass ich kein Model zum Fotografieren hatte. Daran hatte ich gar nicht gedacht”, erzählt Christian am Telefon.

Christian brauchte ein Model. Doch im Studio waren nur er und seine Labradorhündin Lotte.
 Kurzentschlossen platzierte Christian seine Hündin vor der Kamera.

“Lotte saß vor mir und schaute mich mit großen Augen an. Aber sie bewegte sich nicht. Und ich wollte doch schnelle Bewegungen einfangen. Da kam mir die Idee. In meiner Hosentasche hatte ich ja noch noch ein Leckerli. Das warf ich ihr zu. Sie schnappte danach und ich drückte den Auslöser.“

Erst Tage später hat sich Christian die Fotos genauer angesehen. Er wollte ja lediglich seine Blitzanlage ausprobieren. Da fiel ihm auf, wie lustig die Bilder von Lotte aussahen, während sie gierig nach dem Leckerli schnappte.

„Auf den zweiten Blick fand ich die Bilder ziemlich witzig. Es ist, als ob man sehen kann, was Lotte in diesem Moment durch den Kopf ging. Und weil es hat mir Spaß gemacht, dieses Foto zu machen. Also habe ich angefangen, die Hunde meiner Freunde genauso zu fotografieren. Ich habe meine Fotos auf Facebook und Fotoplattformen geteilt. Und mir nichts dabei gedacht.“

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Foto: Christian Vieler

Dann klingelt eines Tages das Telefon. Am Apparat ist ein Journalist aus New York. Er hat Christians Fotos im Internet gesehen. Er findet sie großartig und möchte die Hundebilder als Serie veröffentlichen. Christian sagt zu – ohne groß drüber nachzudenken. Über Nacht lösen seine Fotos eine virale Welle aus.

„Plötzlich bekam ich Anrufe von Zeitungen und Nachrichten-Webseiten aus der ganzen Welt. Überall waren meine Fotos zu sehen. Und ich dachte nur: Verdammt, du hast nicht mal eine Webseite.“

Christian verdient sein Geld zu dieser Zeit als als Social Media Manager in einer Werbeagentur. Daher weiß er genau, dass die überraschende Welle der Aufmerksamkeit nicht ewig halten wird. Ohne Webseite ist er als Fotograf im Internet nicht zu finden. Weil die Zeit drängt, entscheidet sich sich Christian für Jimdo.

„Ich hatte weder die Zeit noch das Geld, um einen Webdesigner zu beauftragen. Deshalb bin ich zu Jimdo gegangen. Ich hab mir mein Lieblingsdesign ausgesucht. Dann meine Fotos hochgeladen. Und in weniger als zwei Stunden hatte ich eine eigene Webseite, die sich sehen lassen konnte. Ist schon geil, was mit Jimdo möglich ist.“

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Die Webseite von Christian Vieler: auf den Hund gekommen!

Seine Jimdo Webseite www.fotosfreischnauze.de hat Christian immer noch. Und sie ist heute wichtiger denn je. Vor einem halben Jahr hat Christian seinen alten Job an den Nagel gehängt und als Fotograf den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt.

„Ich wollte schon immer was Eigenes machen. Und dass ich andere Menschen mit einer Sache begeistern kann, die mir auch noch Spaß macht – das ist einfach der Hammer.“

Der Start ist gelungen: Über seine Jimdo-Webseite erreichen Christian laufend Kundenanfragen. In den nächsten Wochen startet Christian eine Deutschland-Tournee mit seinen Bildern. Er hat einen Werbevertrag mit einem Hundefutter-Hersteller unterschrieben. Und im September erscheint sein erster Fotoband.

Auf Hunde als Fotomodels will Christian aber auch in Zukunft nicht verzichten.

„Hunde haben einfach zu viele Vorteile: Sie sind nie zickig. Und ich kann sie mit Fleischwurst bezahlen.“


Was ist euer Traumprojekt? Ist auch bei euch schon mal was Großartiges ganz zufällig entstanden? Schreibt gerne in die Kommentare!

Viele Grüße,
Christian