Fridel: Meine Reise ins „Founders Valley“

In den vergangenen 18 Jahren habe ich mit Leidenschaft eine Idee verfolgt: Einen Webseiten-Baukasten zu entwickeln, den jeder nutzen kann, um sich und seine Projekte online zu präsentieren.

Jetzt gehe ich noch einen Schritt weiter und starte gemeinsam mit dem Fernsehsender Deutsche Welle ein neues Abenteuer: Wir werden durch Asien reisen und mit anderen Unternehmern sprechen, um mehr darüber zu erfahren, wie sie in ihren Ländern etwas bewegen. Ich freue mich schon sehr darauf, ihre Geschichten zu hören und in meinem Blog darüber zu schreiben.


Meine eigene Reise als Unternehmer begann 2007 gemeinsam mit meinen Mitgründern Spring und Matze. Wir bauten damals Webseiten für andere Leute. Irgendwann hatten wir eine Idee: Wir könnten stattdessen ein Tool entwickeln, das es den Leuten ermöglicht, ihre Webseiten selbst zu bauen – und das ganz ohne Programmierkenntnisse.

Aus dieser Idee entstand Jimdo: ein Unternehmen, das Menschen auf aller Welt alles anbietet, was sie benötigen, um sich selber eine Webseite zu erstellen. Bis heute wurden mehr als 20 Millionen Webseiten mit Jimdo gebaut und die Firma beschäftigt rund 200 Mitarbeiter (mit allen Anstrengungen, die das so mit sich bringt). Man könnte es meine unternehmerische Ausbildung nennen.

Denn Jimdo zu gründen hat mich eine Menge gelehrt: über Menschen, über mich selbst und über die zahlreichen Hürden, denen Unternehmer gegenüberstehen. Ich habe aber auch sehr viel von unseren Kunden gelernt, von denen die meisten ebenfalls Unternehmer sind. Die Geschichte unserer Kunden ist auch die Geschichte von Jimdo. Und deshalb möchte ich gern einiges von dem, was ich durch sie gelernt habe sowie ein paar eigene Learnings weitergeben.

Die drei Jimdo-Gründer Christian, Fridel und Matze

Die drei Jimdo-Gründer (v.l.n.r.): Christian Springub, Fridtjof Detzner und Matthias Henze.

Warum mache ich dieses Projekt?

Die einfache Antwort ist: Weil ich mich wahnsinnig gern mit anderen Unternehmern austausche, die ebenfalls mit Leidenschaft ihre Geschäftsidee verfolgen. Und weil ich es immer wieder spannend finde, wie diese Idee vom Traum zur Realität wird.

Der Unternehmensberater und Journalist Simon Sinek vertrat in seinem inspirierenden TED talk die Meinung, dass “Menschen nicht kaufen, was du tust, sondern warum du es tust.“ Und davon bin ich ebenfalls überzeugt: Man kann nur Erfolg haben, wenn man sich selbst herausfordert und liebt, was man tut.

Das „Founders Valley“-Projekt mit der DW gibt mir die perfekte Gelegenheit, etwas zu tun, wofür ich brenne: mehr über fremde Länder zu erfahren, die Perspektiven anderer Unternehmer kennenzulernen und hautnah den Fortschritt und die neuen Technologien zu erleben, die seit meiner eigenen Gründung hinzugekommen sind. Es ist eine Gelegenheit, für die ich wirklich dankbar bin!

Ich werde mit der DW mindestens acht asiatische Länder besuchen – je nachdem, wo uns die Reise hinführt. Wir sind ein kleines Team: eine Zwei-Mann-Kamera-Crew, eine Redakteurin und ich. Ich hoffe, dass wir auf diese Weise beweglich genug bleiben, um so manchen spannenden und tiefgehenden Einblick in die Geschichten von Menschen zu bekommen. Und um mehr über globale Themen wie Urbanisierung und Erderwärmung zu erfahren, die diese Länder noch stärker als wir zu spüren bekommen. So werden wir in der Mongolei mit Erdenet Mining eine der größten Kupferminen der Welt besuchen, um herauszufinden, was der Bergbau für die Menschen dort bedeutet.

Kupfertagebau in der Mongolei.

Kupfertagebau in der Mongolei (Foto mit freundlicher Genehmigung von facebook.com/dw.foundersvalley/).

Dank dieser Erfahrung werde ich mir ein genaueres Bild davon machen können, was in der Welt vor sich geht und welchen Einfluss Unternehmer darauf nehmen können. Meine eigene Überzeugung als Unternehmer ist, dass es gilt, die richtigen Probleme zu finden – sie sind der Ausgangspunkt für jede Innovation und jede Verbesserung. Und ich hoffe, durch diese Reise neue interessante Leute kennenzulernen, die mir die Augen dafür öffnen werden, welchen Einfluss wir Menschen auf das Weltgeschehen haben.

Reiseroute:

Juni: Mongolei, Hongkong

Juli: Taiwan, Malaysia

August: Singapur

September: Bangladesch

Oktober: Indonesien

November: Indien

In Deutschland habe ich selbst einige Vorteile, aber auch Hürden kennengelernt, mit denen Unternehmer zu tun haben (so kann es eine Herkulesaufgabe sein, bloß einen Gewerbeschein zu bekommen). Aber wie ist es an einem Ort, an dem man nicht einmal durchgehend Strom hat? Oder wo der nächste Unternehmertreff 500 Kilometer entfernt ist?

Es ist faszinierend, dass Unternehmer gerade an solchen Orten oft ganz neue Ideen und Ansätze für einige der größten Herausforderungen auf dieser Welt entwickeln. Ich bin sehr gespannt darauf, direkt dabei sein zu dürfen und von all diesen Menschen zu lernen. Vielleicht kann ich einiges davon mitnehmen und bei Jimdo anwenden.


Folgt meiner Reise – ich freue mich auf euch:

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