Wie ihr eure Geschäftsidee analysieren und bewerten könnt: ein Leitfaden

Das nächste große Ding! Als Unternehmer träumen wir alle davon, DIE Idee zu entwickeln und von null auf hundert durchzustarten. Und gefühlt gründet ja jeder Zweite heute ein eigenes Start-up, folgt man so manchem Beitrag auf Social Media oder Shows wie “Die Höhle der Löwen”.

Viele Beispiele zeigen aber auch: Es lohnt sich, die Idee genau zu prüfen. Ins kalte Wasser zu springen ist super – aber wenn, dann aus begründeter Überzeugung.

Darum haben wir für euch diesen Leitfaden zusammengestellt: um eure Idee richtig zu analysieren, sie auf Herz und Nieren zu prüfen – und euer Projekt dann mit Leidenschaft umzusetzen!

Habt ihr eine neue Geschäftsidee? Dann kann’s losgehen! Wir zeigen euch in diesem Artikel, wie ihr eure Idee in fünf Schritten analysiert und bewerten könnt.


  1. Stellt einen Businessplan auf (weniger kompliziert, als ihr denkt!)
  2. Prüft die Marktsituation
  3. Recherchiert eure Konkurrenz
  4. Lernt eure Kunden kennen: Wer sind sie, was wollen sie?
  5. Bittet um Feedback zu eurer Idee

1. Stellt einen Businessplan auf

“Businessplan” – das hört sich für viele an, als benötige man dafür mindestens 6 Semester BWL. Dabei hat ein Businessplan zunächst vor allem eine Aufgabe: Struktur in eure Gedanken zu bringen.

Ein einfacher Businessplan enthält folgende Inhalte:

  • Eure Geschäftsidee: Was wollt ihr verkaufen?
  • Die Zielgruppe und das Umsatzpotenzial: Wie definiert ihr eure Zielgruppe? Was für ein Umsatz ist zu erwarten?
  • Das Unternehmen: Wie ist die Rechtsform, wo ist euer Standort?
  • Die Gründer: Wer sind die Unternehmensgründer, was ist die “Vision”, was ist das  langfristige Ziel?

Das Schreiben eines Geschäftsplans gleich zu Beginn kann euch eine Menge Kummer ersparen und zusätzlich motivieren, da er euren Plan “greifbar” macht. Schreibt alle Punkte auf, strukturiert sie und fragt euch selbst: Ist das Vorhaben realistisch?

Hier im Magazin findet ihr zur genaueren Hilfestellung einen Expertenbeitrag zum Thema Businessplan.

 

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2. Prüft die Nachfrage und Marktsituation

„Mit dem Kopf durch die Wand”. Den Spruch kennt ihr bestimmt. Einige Gründer sind so begeistert von ihrem Produkt, dass sie überzeugt sind, jeder Kunde müsste ebenso angetan sein.

Wer sein Produkt aber ohne große Vorüberlegung auf den Markt bringt, handelt jedoch tatsächlich wie mit dem Kopf durch die Wand. Denn nicht nur die Idee an sich bestimmt euren Erfolg – auch der Markt

Ein Beispiel: Vollmilchschokolade ist eine super Sache. Nachfrage danach besteht definitiv auch. Wer nun jedoch einfach eine neue Vollmilchschokolade auf den Markt bringt, vergisst leider, dass es schon eine große Anzahl an Anbietern gibt.

Beantwortet daher vorab diese Fragen:

  1. Welches Problem löst euer Unternehmen für Kunden?
  2. Wie lösen Kunden das Problem aktuell?
  3. Existiert euer Produkt oder eure Dienstleistung bereits? Was wird euer Unternehmen ggf. anders machen und verbessern?

Wenn ihr auf die Fragen antworten könnt, dass ihr ein Problem als erster, anders oder besser löst, gibt es womöglich eine Marktnachfrage nach eurem Produkt oder eurer Leistung.

Dabei müsst ihr nicht unbedingt das Rad neu erfinden. Wenn ihr Beispielsweise ein Yoga-Studio in einem Viertel eröffnet, wo es noch keine vergleichbaren Angebote gibt, löst ihr ebenfalls ein Problem: Die Nachfrage nach einem Yoga-Studio um die Ecke.

 

3. Recherchiert eure Mitbewerber

Ganz gleich, wie gut eine Geschäftsidee ist – Konkurrenz gibt es quasi immer. Und das ist keine schlechte Sache, da Mitbewerber auch nebeneinander bestehen und sogar voneinander profitieren können.

Man unterscheidet dabei zwischen direkten und indirekten Konkurrenten:

Macht eure direkten Mitbewerber ausfindig

Direkte Wettbewerber sind Unternehmen, die das gleiche Produkt oder die gleiche Dienstleistung wie ihr anbietet. Wenn ihr beispielsweise ein Pizzageschäft habt, konkurriert ihr mit anderen Pizzerien in der Umgebung.

Oder anders gesagt: Ihr löst das selbe Problem: Den Hunger der Leute auf Pizza.

 

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Vergesst nicht die indirekten Mitbewerber

Indirekte Wettbewerber verkaufen verschiedene Produkte oder Dienstleistungen, decken jedoch ebenfalls den gleichen Bedarf. Nehmen wir erneut an, ihr führt eine Pizzeria. Nun hat in der Nähe jedoch ein neues Burgerrestaurant mit großartigem Konzept aufgemacht.

Das Burgerrestaurant liefert zwar keine Pizza – löst aber das gleiche Problem hungriger Kunden.

Kann eure Geschäftsidee im Wettbewerb mithalten?

Ihr wisst nun, welche Mitbewerber es da draußen gibt. Auf dieser Basis könnt ihr  abschätzen, wie wahrscheinlich sich Kunden für euer Angebot entscheiden würden.

Entscheidend dafür ist euer Unique Selling Point (USP): euer Alleinstellungsmerkmal, dass euch von der Konkurrenz unterscheiden und Kunden von einem Kauf bei euch überzeugt.

Selbst wenn es Hunderte von Fast-Food-Läden in eurer Nähe gibt, könnte die Eröffnung einer neuen Pizzeria immer noch ein vielversprechender Plan sein. Etwa, wenn ihr der einzige vegane Pizzaladen in der Stadt seid.

 

4. Lernt eure Kunden kennen

Jeder, der ein Unternehmen gründet, sollte von seiner Idee überzeugt sein. Bei der Umsetzung ist es jedoch extrem wichtig, auch die Perspektive der Kunden zu berücksichtigen:

  • Was ist ihnen bei deinem Produkt oder deiner Leistung wichtig?
  • Welchen Preisrahmen halten sie für angemessen?
  • Wie alt sind sie?
  • Was sind ihre Hobbys?
  • Wo wohnen sie?
  • usw.

Um dies herauszufinden, könnt ihr Besucher eurer Website oder Nutzer von Social Media (zum Beispiel in thematisch passenden Facebook-Gruppen) ganz einfach online befragen: Kostenlose Online-Tools wie Google Forms eignen sich dafür hervorragend.

 

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Der Fragebogen sollte so zusammengestellt sein, dass ihr relevante Informationen für euer Angebot bekommt. Überlegt euch für die Erstellung der Fragen also, welche Angaben für euch gewinnbringend sein würden. Denkt dabei natürlich daran, welche Infos Nutzer auch preisgeben möchten und welche Datenschutzbestimmungen ihr einhalten müsst.

Die Antworten können euch helfen, eure Produkte, Preise und Marketingaktionen auf eure Zielgruppe zuzuschneiden.

Alternativ könnt ihr auch einfach in eurem Freundes- und Bekanntenkreis fragen. Jeder Input hilft!

5. Fragt nach Feedback

Sobald ihr eure Idee mit einem Businessplan definiert und über Konkurrenz und Zielgruppe recherchiert habt, erzählt euren Freunden und Familie davon! Das Feedback von Menschen, die euch kennen, wird unheimlich wertvoll für euch sein.

Sucht einfach das persönliche Gespräch – oder macht es euch noch einfacher: Erstellt eine (kostenlose) Website, präsentiert eure Geschäftsidee bzw. euer Unternehmen und teilt den Link oder postet eure Seite auf Social Media.

 

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Wichtig: Stellt euren Freunden und Bekannten ruhig konkrete Fragen zu eurer Idee: Haben sie ein solches Produkt schon einmal genutzt? Wie viel würden sie ausgeben? Glauben sie, dass sich damit Geld verdienen lässt? Durch solche direkten Nachfragen signalisiert ihr, dass ihr wirklich offen für Feedback seid und auch Kritik zu schätzen wisst.


Wenn ihr eure Idee mit diesen 5 Schritten überprüft, werdet ihr bereits viel über eure Pläne herausfinden und auf vieles vorbereitet sein, was euch auf eurem Weg herausfordern könnte.

Hervorragend eignen sich übrigens auch lokale Gründerevents sowie Veranstaltungen und Beratungsgespräche bei den Handelskammern. Und wir freuen uns, wenn wir von Jimdo euch auf eurem Weg begleiten und unterstützen dürfen!

Ihr möchtet eine eigene Website bauen? Hier erfahrt ihr, wie ihr eine Business-Seite erstellt!

Viele Grüße

Suzanne