„Ich hab hier ein altes Skateboard – wollen wir mal einen Ring draus machen?“

Mit dieser einfachen Frage eines Freundes beginnt die Erfolgsgeschichte unseres Jimdo-Nutzers Maurice vom kreativen Schmucklabel Paulibird. In seiner Werkstatt auf St.Pauli verhilft der gelernte Optiker ausrangierten Skateboards zu einem zweiten Leben als Schmuckstück. Mit viel Herzblut, Zeit und dem Brillen-Kunststoff Cellulose-Acetat erstellt er aus ihnen handgefertigte Einzelstücke. Diese verkauft er in seinem Jimdo-Shop und schickt sie um die ganze Welt.

War Paulibird anfangs nur als kleines Neben-Projekt angedacht, änderte sich das Ende 2015 mit der Ausstrahlung des aktuellen Jimdo-Werbespots schlagartig.

Wie es dazu kam, dass Maurice Werbebotschafter von Jimdo wurde und wie sich sein Leben seitdem geändert hat, erzählen wir euch hier. Lasst euch von seiner Geschichte inspirieren!


Jimdo trifft Paulibird

Durch einen Kollegen wurden wir auf Maurice aufmerksam. Parallel war zufällig auch ein Jimdo-Mitarbeiter der erste Kunde in seinem Online-Shop – Maurice erinnert sich noch genau daran. Da wir gerade eine Kampagne planten, bei der wir euch Jimdo-Nutzern eine breite Bühne und die Gelegenheit bieten wollten, euer Projekt vorzustellen, kontaktierten wir ihn.

 

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Jedes Schmuckstück wird von Maurice in liebevoller Handarbeit gefertigt. So bekommt ihr ein echtes Unikat!

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„Ich saß da auf meinem Hochbett und habe den Laptop aufgemacht – dann kam diese Mail rein. Und ich dachte dann: Oh, die wollen mit mir einen Werbespot drehen. Komisch. Und dann kamt ihr auch ein oder zwei Tage später bei mir vorbei und dann realisierte ich erst: Krass, hier wird jetzt echt ein Werbespot gedreht!“, erzählt uns Maurice, während er am Fenster lehnt und zufrieden seine Werkstatt betrachtet.

 

Die hat sich in den letzten Wochen ganz schön verändert. Es ist Januar und wir besuchen ihn zum zweiten Mal mit unserem Video-Team und einem unserer Gründer, Fridtjof. An eine Wand gedrängt beobachten wir, wie in Maurices WG-Zimmer vier Leute Ketten drechseln, schleifen, kleben und die Buchhaltung machen. Als wir ihn das erste Mal besuchten – damals noch auf dem Hamburger Berg –, war Paulibird ein Ein-Mann-Betrieb und ein kleines kreatives Projekt, das uns einfach super gut gefallen hat. Deshalb wollten wir euch diesen Shop unbedingt präsentieren.

Wie es bei Paulibird damals aussah, könnt ihr euch hier ansehen :

Mittlerweile ist er in die Schanze umgezogen und führt ein richtiges Unternehmen. Um zu verstehen, wie Maurice so erfolgreich wurde, spulen wir noch einmal kurz zu den Anfängen von Paulibird zurück.

 

Die Anfänge von Paulibird

Maurice hat fünf Jahre lang das Optiker-Handwerk gelernt und ausgeübt. Dort brachte man ihm nicht nur bei, wie er filigrane Brillenfassungen herstellt – er lernte auch alle wichtigen Grundlagen der Unternehmensführung.

„Buchhaltung, Systeme zur Auftragsorganisation, Kundenbetreuung, das war alles dabei. Das habe ich alles gelernt und jetzt profitiere ich davon“, erzählt er uns.

In dieser Zeit lernte er auch, wie man mit Cellulose-Acetat umgeht. Das ist der Kunststoff, aus dem man Brillenfassungen herstellt und der die Grundlage seines Schmuck-Handwerks bildet.

 

Der nächste Schritt war ein Online-Shop

Als Maurices Vertrag beim Optiker auslief, beschloss er, seinem Leben eine neue Wendung zu geben. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon viel mit dem Brillenkunststoff experimentiert und angefangen, einfache Ringe daraus zu schleifen. Irgendwann fragte ihn ein Freund, ob er ihm einen Ring aus einem alten Skateboard-Deck machen könnte. Maurice versuchte es und war sofort von den vielen bunten Schichten des Skateboards angetan. Der Grundstein war gelegt.

„Ich fand die Ergebnisse richtig gut. Dass das etwas Besonderes war, das es so noch nicht gab, habe ich sofort gemerkt. Ich dachte: Okay, das musst du unter die Leute bringen, zum Beispiel über einen Online-Shop. Dann habe ich im Internet viel verglichen, zufällig Jimdo-Mitarbeiter kennengelernt – dann war die Sache ziemlich schnell klar. Ich baute meine Jimdo-Seite und alles nahm seinen Lauf.“

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Nach vielen Experimenten und Tests hat Maurice die richtigen Werkzeuge und Geräte für sich gefunden.

Der Online-Shop bildet die Grundlage für sein Business. Anfangs war natürlich noch nicht viel Geld da, deshalb musste er improvisieren.

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Seine Werkstatt bestand damals aus einem Tisch und Geräten, die er auf einem Flohmarkt erstanden hat. Für alle, die noch zögern, ein Unternehmen zu gründen, hat Maurice diesen Tipp parat:

„Einfach machen! Geräte sind nicht teuer, man muss nicht alles neu kaufen, viel kann man leihen oder gebraucht bekommen. Es ist auch nie falsch, andere Unternehmer um Hilfe oder Tipps zu bitten.“

Maurice ist in sein Handwerk über die Zeit hineingewachsen. Saß er anfangs mit einer Rundfeile und einer Zange in seinem Zimmer und arbeitete an den Ringen, fand er irgendwann heraus, welche Geräte ihm die Arbeit erleichtern können.

„Man muss da einfach reinwachsen. Ich war totaler Anfänger und hab da stundenlang und umständlich herumgefeilt. Dann fand ich mal ein richtiges Schleifband und dachte mir: Ah, so macht man das RICHTIG!“

 

Der Jimdo-Werbespot

Das Projekt Paulibird lief langsam an. Nach einer Weile konnte er Kooperationen mit lokalen Geschäften aushandeln und seinen Schmuck dort anbieten. Die Leute liebten es, ein Produkt zu kaufen, das eine Geschichte hat.

Wir sind genau so begeistert von dem Konzept, zudem ist Maurice ein netter und lockerer Typ, mit dem wir uns auf Anhieb gut verstanden haben. Er passt einfach perfekt zu uns – so drehten wir also den Werbespot. Am ersten Weihnachtsfeiertag 2015 wurde er dann zum ersten Mal ausgestrahlt. Damit änderte sich Maurices Leben schlagartig.

„Mein Handy vibrierte ununterbrochen.“

Jetzt sitzen wir zusammen mit unserem Gründer Fridtjof in Maurices Werkstatt, trinken Cola und plaudern. Fridtjof ist mitgekommen, um Maurice dabei zu unterstützen, den Aufschwung nachhaltig und effizient für sein Unternehmen zu nutzen. Deshalb wollte er ihn mit ein paar nützlichen Tipps versorgen, die ihm damals selbst bei der Gründung von Jimdo geholfen haben. Denn auch wenn Maurice einen kühlen Kopf bewahrt hat, ist er noch überwältigt von seinem Erfolg.

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Maurice ist total überwältigt von dem Erfolg, den er mit seinem Unternehmen hat. Wir finden: Er hat es absolut verdient!

„Früher saß ich in meiner Werkstatt, habe gebastelt und experimentiert und dann kam der Werbespot“, erzählt er uns – immer noch ein bisschen fassungslos.

jimdo-stories-paulibird„Ab da war alles anders. Ich war mit einer Freundin an der Nordsee und dachte: Noch einen Tag entspannen, bevor alles losgeht und vielleicht plötzlich 10 Aufträge reinkommen. Es war super Wetter, es war sonnig und echt schön. Wir waren am Deich spazieren, als mein Handy zu vibrieren begann. Immer wieder. Es hörte gar nicht mehr auf! Dennoch dachte ich mir: Ignorier das erstmal, zu Hause schaust du dann in Ruhe nach. Dort loggte ich mich dann in mein Mailprogramm ein…

Als Maurice zu Hause den Rechner aufklappte, saß er plötzlich vor 45 Neubestellungen. Er hat dann von morgens bis abends gedrechselt und merkte dennoch schnell: Das schafft er nicht allein. Die Bestellungen stiegen an. Schließlich startete er einen Aufruf an seine Freunde und stellte kurzfristig drei von ihnen als Aushilfen ein. Mittlerweile hat er ein kleines Unternehmen mit 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Buchhaltung, Produktion, Logistik, das volle Programm.

Der nächste Schritt ist eine neue Werkstatt auf St.Pauli. Kurz vor unserem Besuch hatte Maurice einen Besichtigungstermin und ist absolut begeistert. Mittlerweile kommt er auch immer besser in seiner Rolle als Unternehmer und Chef an.

„Jetzt bin ich glücklich. Vor einer Woche war ich sehr gestresst, ich dachte, ich schaffe das nicht. Aber das Team ist nun eingespielt und ich kann mich endlich entspannen und dem widmen, was ich am Besten kann: Das Produkt entwickeln, neue Ideen ausprobieren – mein Ideen-Buch ist total voll, ich will noch so viel machen. Schon mein Steuerberater sagte mir damals: Maurice, du bist der kreative Kopf hier!“

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Unter Mitgründer Fridtjof weiß genau, wie Maurice sich gerade fühlt. Denn bei der Gründung von Jimdo hat er diese Prozesse auch alle mitgemacht.

Fridtjof ist begeistert davon, wie gut Maurice das alles im Griff hat: „Ich glaube, dass du das alles im Moment wirklich richtig machst. Es geht darum, dein Kernprodukt weiter gut am Laufen zu halten, die nächsten Schritte zu gehen und die Bestellungen einfach solide abzuarbeiten. Worauf du achten solltest ist, weiter Zeit zu haben, neue Dinge auszuprobieren und diese in Produktion zu kriegen. Genieß es, es ist eine großartige Phase. Nimm alles voll mit und sei dir darüber bewusst, was du hier gerade aufbaust.“


Auch heute ist Maurice weiterhin gut im Geschäft. 20 Sekunden Werbespot haben es geschafft, sein Leben komplett umzukrempeln. Und alles begann mit einem alten Skateboard, einer Zange und einer Jimdo-Seite.

Wir sind gespannt, wie es bei Paulibird weitergeht und welche Wege Maurice noch einschlägt. Doch bei der Richtung sind wir uns sicher: Steil bergauf!

Maurices Geschichte ist für uns wahnsinnig spannend. Es tut gut zu sehen, wie erfolgreich ihr mit unserem System Webseiten baut und euer Unternehmen aufzieht.

Jetzt würde ich gerne wissen: Was hat euch zu eurer Jimdo-Seite inspiriert?