Keine Angst vor Eigenwerbung! Ein Guide für Introvertierte und peinlich Berührte

Schon mal erlebt? Dieses befremdliche Gefühl, während ihr für euch selbst die Werbetrommel rührt? Wenn sich das Teilen eines Facebook-Artikels so anfühlt, als würdet ihr vorm Spiegel für euch selbst applaudieren? Dann seid ihr bei diesem Blogartikel genau richtig: Heute geht’s darum, wie ihr auch als eher introvertierte Persönlichkeit mit gutem Gefühl für euch selbst ein wenig Eigenwerbung betreiben könnt.


Für mich gibt es gefühlt einen ganz klaren Unterschied, ob ich einen Blogartikel für Jimdo veröffentliche, oder ob ich dasselbe für meinen privaten Blog mache. Eigentlich merkwürdig, oder? Obwohl ich sowohl bei der Arbeit als auch in meiner Freizeit viele Gedanken für einen Artikel mache, recherchiere, schreibe und so weiter: Immer, wenn ich einen Artikel von meinem privaten Blog promote, dann fühlt sich das irgendwie komisch an.

Für Jimdo hingegen ist die selbe Handlung völlig normal und selbstverständlich. Wie kommt das?

 

Schluss mit der Befremdlichkeit

Wenn ich als Blogger, Unternehmer oder Selbstständiger etwas poste, dann sage der Welt: “Guckt mal! Hierher! Wie findet ihr das? Los, beurteilt mich!” Es fühlt sich so anders an, weil wir uns selbst oder unser Herzensprojekt auf die Bühne schieben. Damit machen wir uns angreifbar und das macht natürlich vielen Menschen Angst. Mir auch.

Nun ist es ja allerdings so, dass man als Selbstständiger darauf angewiesen ist, Werbung für sich zu machen. Man hat eben kein Marketing-Team um sich herum, welches das Ganze für einen mit dem nötigen professionellen Abstand übernimmt. Hilft also alles nichts.

Die gute Nachricht: Wie immer legt sich dieses merkwürdige Gefühl mit der Zeit, man gewöhnt sich daran. Wir haben ein paar Tipps auch für alle  schüchternen Unternehmer zusammengestellt, wie ihr den Prozess etwas beschleunigen könnt:
Jimdo Werbung für Intrivertierte

Woher kommt die Angst?

Das Wichtigste: Findet heraus, woher die Angst kommt. Warum fühlt es sich für euch komisch an, wenn ihr Eigenwerbung betreibt? Ist es die Angst vor der Ablehnung? Vielleicht sogar die Angst vor zu viel Erfolg? Denn auch ein großer Erfolg könnte ja entscheidende Veränderungen zur Folge haben.

Was auch immer bei euch das mulmige Gefühl verursacht: Es ist immer gut zu wissen, woher es kommt. Kennt man nämlich den Kern des Problems, ist es einfacher, das Ganze mit ein wenig Distanz zu betrachten und sich zu sagen: Es ist gerade alles nur in meinem Kopf.

Perspektivenwechsel: Vom Salesman zum Sinnstifter

Auch, wenn man sich bei Eigenwerbung schnell wie ein selbstverliebter Klischee-Salesman aus einem Hollywoodfilm fühlen kann: Gerade bei Freelancern, Einzel- und Kleinunternehmen geht es nun einmal um euch. Wenn schon nicht um euch als Person, dann um eure kreative Arbeit, eine von euch angebotene Dienstleistung oder ausgewählte Produkte – von denen ihr zu 100% überzeugt seid. Und das ist auch gut so.

Denn wenn ihr schon nicht komplett hinter dem steht, was ihr macht, wie könnt ihr dann von anderen erwarten, dass sie es tun? Im Gegenteil: Ihr habt etwas, das eine bestimmte Gruppe von Menschen sehr gut gebrauchen kann, mit dem ihr Sinn stiftet. Ist es dann nicht etwas Positives, dafür Werbung zu machen? Eben. Nein sagen können diejenigen, die es doch nicht benötigen, dann immer noch. Und das tut übrigens auch gar nicht so weh.

Was wäre euer Party-Pitch?

Wenn euer ängstliches Gefühl daher rührt, dass ihr nicht so genau wisst, wo ihr eigentlich anfangen sollt mit der Eigenwerbung, dann macht den Party-Pitch. Den was? Der Party-Pitch funktioniert ganz einfach und im Grunde braucht ihr noch nicht einmal eine Party dafür.

Stellt euch einfach vor, ihr seid auf einer Party und jemand spricht euch an, wie es mit dem Unternehmen läuft.  Dann kommt der Party-Pitch. Mit welcher Geschichte oder mit welchen Argumenten erzählt ihr euren Freunden, Bekannten oder vielleicht der interessanten Partybegegnung davon, was ihr macht? Oft suchen wir in einer ungezwungenen Atmosphäre intuitiv die richtigen Argumente aus. Die, die auch eure Kunden da draußen interessant finden.

Das erste Mal feiern

Holt euch Unterstützung! Wenn es euch wirklich sehr schwer fällt, euch selbst ins Rampenlicht zu stellen, dann seid bei eurem ersten Facebook-Post, beim ersten Newsletterversand etc. nicht alleine. Ladet eure(n) Freund/Freundin/Mann/Frau/wenauchimmer ein und drückt gemeinsam auf den Absenden- oder Teilen-Button.

Share Button mit anderen zusammen drücken

Und zur Belohnung gibt es dann ein Stück Torte oder ein Glas Sekt. Im Anschluss daran macht ihr euch einen schönen Abend – und freut euch gemeinsam über Reaktionen. Und sollten beim ersten Mal die zahlreichen Reaktionen ausbleiben – dann ist das übrigens völlig normal. Also keine Sorge!

Denkt an Rupert

Wisst ihr noch? Rupert, die nölige Stimme in uns, die immer nur das halb leere Glas vor sich sieht? Dessen Lieblingstier Grumpy Cat ist? Ja, genau der. Der ist nämlich auch maßgeblich daran beteiligt, dass es uns Angst macht, uns selbst auf die Bühne zu stellen. Weil ja was Negatives zurückkommen könnte. Oder weil dann jemand über uns “Puh, ist diese Person aber selbstverliebt” sagen könnte. Tja, und was wenn nicht?