Methode “Website Audit”: So überprüft und optimiert ihr eure Inhalte systematisch

Ein Website Audit ist eine Methode, die viele Content Manager, Designer und UX-Profis verwenden. Mit einem Audit überprüft und optimiert ihr eure Inhalte regelmäßig – wie eine TÜV-Prüfung für eure Seite.

Das Besondere beim Audit: Ihr geht systematisch vor und stellt so sicher, dass ihr mögliche Schwachstellen wirklich erkennt. Dadurch ist ein Audit besonders effektiv – und zeitsparend zugleich.

Los geht’s!


Worum geht es beim Website Audit?

Bei einem Audit geht es darum, zu prüfen, ob eure Website so funktioniert, wie sie es soll. Dabei geht es um zwei Aspekte:

  • Die Inhalte und das Design: Sind die Informationen und der Aufbau für Besucher verständlich? Wie wahrscheinlich ist es, dass Besucher zu Kunden werden?
  • Die Technik: Laufen alle Systeme und Features einwandfrei?

Da Jimdo den technischen Teil für euch übernimmt, geht es in diesem Artikel vor allem um die Inhalte und euer Design.

 

Warum ihr eure Website regelmäßig prüfen und pflegen solltet

Ein Audit ist der einfachste und zugleich ein sehr effektiver Weg, eure Website regelmäßig zu checken und voranzubringen. Das ist aus verschiedenen Gründen wichtig:

  • Eure Besucher verlassen sich auf aktuelle Infos. Damit Besucher zu Kunden werden (Conversion Rate), ist es wichtig, dass alles up-to-date ist.
  • Suchmaschinen nehmen es genau. Google verfolgt ein Ziel: Die Nutzer auf direktestem Weg zu ihrem Ziel zu führen. Veraltete Infos sind dafür ein Hindernis.
  • Wir alle machen Fehler. Aber wir können sie natürlich verbessern.
Viele Content Management Systeme (CMS) benötigen regelmäßige Pflege, neue Plugins oder Updates. Bei Jimdo passiert all das automatisch – so könnt ihr euch ganz auf eure eigenen Inhalte konzentrieren.

Der Website Audit gliedert sich in 3 Schritte:

  • Ein monatlicher Check. Dauer: 10-30 Minuten für eine regelmäßige Fehlerprüfung.
  • Eine jährliche Überprüfung. Dauer: 1 Stunde plus. Ein vollständiger Check inklusive Erstellung einer To-do-Liste.
  • Ein Content-Kalender. Dauer: 1 Stunde plus. Je nachdem, wie detailliert ihr planen wollt, erstellt ihr eine Themenliste und plant die Veröffentlichung neuer Texte, Bilder und Seiten.

So geht ihr nun genau vor:

 

1. Kleine Verbesserungen mit dem monatlichen Check

Fehler schleichen sich über die Zeit ein. Immer. Denn nach einigen Monaten sind Inhalte in der Regel nicht mehr aktuell.

Das bedeutet nicht, dass sie “falsch” sind. Wahrscheinlich gibt es aber irgendwann einen besseren Weg, eine genauere Formulierung oder ein aktuelleres Bild, um eure Zielgruppe anzusprechen – um genau diese Potenziale geht es!

Werft einen Blick auf eure Besucherzahlen

Eine Website ohne Besucher, ist wie ein Restaurant ohne Gäste. Jedoch schauen viele Website-Besitzer nur ab und an auf ihre Statistiken und bekommen so keinen richtigen Eindruck, wie es um die Besucherzahlen eigentlich bestellt ist.

Plant darum mindestens monatlich einen Statistikcheck ein. Die Zahlen findet ihr auf eurem Dashboard, bei Google Analytics oder in der Jimdo Boost App.

  • Stellt ihr Veränderungen oder Schwankungen eurer Besucherzahlen fest?
  • Welche Unterseite hatte diesen Monat die meisten Besucher?
  • Wie ist die Entwicklung zu den vorigen Monaten?

Kleine Veränderungen bei den Besucherzahlen sind völlig normal. Diese können zum Beispiel saisonal bedingt sein. Falls ihr große Veränderungen feststellt, versucht, diesen auf den Grund zu gehen:

  • Was könnte die Schwankungen ausgelöst haben?
  • Könnt ihr daraus ableiten, was gut funktioniert hat? Oder lässt sich schlussfolgern, was ihr zukünftig vermeiden solltet?

Häufig werden die Besucherzahlen von Werbemaßnahmen beeinflusst, von Social-Media-Aktivitäten oder anderen Veränderungen, wie zum Beispiel einem neuen Eintrag bei Google My Business. Versucht daher, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und eure Reichweite dadurch nach und nach dauerhaft auszubauen.

Prüft den Inhalt eurer Website

Einen direkten Einfluss auf die Besucherzahlen haben selbstverständlich die Inhalte eurer Seite. Zum einen ist Aktualität für die Suchmaschinenoptimierung wichtig. Zum anderen stellen nur frische Inhalte eure Besucher auch zufrieden.

  • Sind alle Informationen (Adresse, Telefonnummer usw.) auf dem neuesten Stand?
  • Stimmt alles mit den Bildern?
  • Hat jedes Bild einen Alt-Text?
  • Seid ihr auf allen Social Media Accounts, die ihr verlinkt, auch (noch) aktiv?
  • Führt jeder Link auf die richtige Seite?

Übrigens: Hin und wieder kommt es zu fehlerhaften Links – etwa, wenn sie die Adresse einer Unterseite geändert hat. Jimdo erkennt dies automatisch und zeigt euch an, was zu tun ist.

Erstellt einen Zeitplan, den ihr einhalten könnt

Wenn ihr eine umfangreiche Seite habt und eure Zeit begrenzt ist, braucht ihr natürlich nicht jeden Monat eure gesamte Website zu prüfen. Versucht einfach, einen Zeitplan aufzustellen, den ihr auch wirklich einhalten könnt.

Prüft dann nach und nach nur bestimmte Unterseiten oder legt den Fokus auf einzelne Aspekte – etwa, ob jedes Bild mit einem Alt-Text versehen ist.

Arbeitet mit “Action Items”

Beim monatlichen Websitecheck kann es natürlich vorkommen, dass ihr größere Aufgaben entdeckt – aber die Zeit aktuell einfach fehlt.

Schreibt euch diese Aufgaben dann am besten auf, sortiert sie nach Priorität und tragt euch sie in euren Content-Kalender ein – oder schreibt sich auf eure generelle To-do-Liste. Die monatliche Prüfung ist schließlich nur ein “Schnellcheck” und ihr solltet euch nicht unter Druck setzen, alles auf einmal zu erledigen.

 

2. Die jährliche Prüfung

Während der monatliche Check sicherstellt, dass eure Website stets aktuell und fehlerfrei ist, stellt die jährliche Prüfung eine “Generalüberholung” dar. Ihr konzentriert euch dabei auch nicht auf einzelne Unterseiten oder Angaben, sondern auf das Große Ganze:

Analysiert die Statistiken des letzten Jahres

Um eure Besucherzahlen zu prüfen, eignen sich besonders Google Analytics oder die Statistiken auf dem Dashboard von Jimdo:

  • Zu welcher Zeit wurde eure Website am häufigsten besucht?
  • Welche Unterseiten werden am meisten aufgerufen?
  • Sind die Aufrufzahlen konstant oder gibt es Spitzen?
  • Welche Unterseiten haben hohe Absprungraten?
  • Wie viel Zeit wurde auf welcher Seite verbracht?

Entscheidend ist nun, diese Zahlen nicht für sich zu betrachten. Im Fokus steht die Frage: Welche Faktoren können sie erklären?

  • Sind die Schwankungen saisonal bedingt (z. B. durchs Wetter)?
  • Habt ihr zu bestimmten Zeitpunkten Werbung gemacht?
  • Habt ihr neue Produkte ins Sortiment genommen?
  • Gab es Angebote oder Aktionen?
  • Habt ihr eure Website umgebaut?

Auf Basis dieser Antworten könnt ihr feststellen, welche Maßnahmen ihr wiederholen solltet und könnt eine Marketingstrategie entwickeln – wie im nächsten Punkt beschrieben.

Setzt eure Marketingstrategie auf eurer Website um

Eure Website ist teil eurer Marke und der gesamten Marketingstrategie. Weil Kunden immer mehr “online” denken, ist die Homepage für viele Firmen sogar der Kern des gesamten Marketings.

Der jährliche Check ist daher ein guter Zeitpunkt, zu prüfen, ob eure Website nach wie vor dem Außenbild entspricht, das ihr verkörpern wollt:

  • Erfüllt eure Website den Anspruch, das Aushängeschild eures Marketings zu sein?
  • Spiegeln die Texte auf eurer Website den Ton und Stil wider, den ihr anstrebt?
  • Passt die Themenauswahl a) zu eurer Marke und b) zu eurer Zielgruppe?
  • Werden häufig gestellte Fragen eurer Kunden beantwortet?
  • Ist eure Website vielleicht zu umfangreich? Könntet ihr auf Unterseiten verzichten?
  • Benötigt ihr neue Unterseiten?
  • Könntet ihr die “User Experience” verbessern, d.h. eure Website durch bestimmte Features aufwerten?

Entwerft einen Plan für die Änderungen

Während der jährlichen Überprüfung werdet ihr vielleicht merken, wie stark sich euer Unternehmen in den letzten 12 Monaten verändert hat. Möchtet ihr diese Entwicklung nun auf eurer Website umsetzen, plant dafür genügend Zeit ein – Druck ist meistens ein schlechter Ratgeber.

Habt ihr bestimmte Änderungen ins Auge gefasst, macht euch daher einen Zeitplan, indem ihr diese angehen wollt. Sehr hilfreich ist dabei der Blick von außen. Fragt daher bei Gelegenheit Freunde oder Familie, was sie von eurem Plan halten.

 

3. Entwerft einen Content-Kalender

Ihr habt eure Website überprüft und herausgefunden, was ihr verbessern könnt. Jetzt kann der Spaß losgehen!

Plant regelmäßige Updates in eurem Content-Kalender

Ein “Kalender” klingt für viele aufwändig und unflexibel. Doch das Gegenteil ist der Fall. Erfahrungsgemäß erleichtert ein Content-Kalender die regelmäßige Aktualisierung und Themenfindung extrem.

Oder anders gesagt: Nehmt ihr euch einmal die Zeit, einen Content-Plan zu entwickeln, steht bereits das Konzept für die nächsten Monate!

Sammelt Themen. Überlegt euch im Voraus, welche Themen im kommenden Jahr wichtig werden könnten – und wann. Tragt euch für den März zum Beispiel eine Frühlingsaktion ein. Und nutzt zum Beispiel bestimmte “Welttage” (einfach googeln!) für Angebote auf Website und Social Media.

Terminiert Veröffentlichungen. Markiert euch im Kalender die Tage (oder Wochen), an denen ihr bestimmte Inhalte veröffentlichen wollt. Plant dabei Zeit ein, den Content zu entwickeln. Blockt euch zum Beispiel bereits im Oktober einen Tag, um eure Weihnachtsaktion vorzubereiten.

Achtet auf den Mehrwert eurer Änderungen. Jede Änderung, die ihr vornehmt, sollte eure Website bzw. die Inhalte verbessern. Verändert nichts, nur um ein gutes Gewissen zu haben.

Hier ein paar Content Ideen für eure monatlichen Updates:

  • Erinnert eure Besucher an bevorstehende Events und Aktionen
  • Fügt ein neues Mitarbeiter-Foto auf eurer Über-mich/uns-Seite hinzu
  • Aktualisiert eure Referenzen mit Logos und Kurzbeschreibung eurer Kunden
  • Frischt euer Portfolio mit Beispielen aktueller Projekte auf
  • Fügt für größere Aktionen eine Landingpage auf eurer Website hinzu

Je mehr ihr planen könnt, desto einfacher wird es. Mit der Zeit werdet ihr einen Blick für gute Inhalte entwickeln – und entsprechend wird es leichter, diese vorzubereiten.

Mit einem regelmäßigen Website-Audit und einem Content-Plan seid ihr auf alles vorbereitet. Ein gutes Gefühl!


Mein Tipp: Tragt euch jetzt gleich einen Termin für euren ersten monatlichen Website-Audit ein. Und markiert auch direkt einen Tag, an dem ihr euren Content-Kalender erstellt.

Ihr werdet sehen: Durch die Routine wird eure Website dauerhaft an Qualität gewinnen – und ihr wertet euer Marketing effektiv auf!

Viele Grüße,

Frank