Heute gibt es mal wieder ein paar Tipps aus den Jimdo-Reihen für euch. Wie verwendet man am besten Bilder auf der eigenen Webseite? Oft steht man vor genau diesem Problem! Darf ich dieses Bild auf meiner Webseite verwenden, wie kennzeichne ich fremde Bilder richtig? Wir haben für euch im heutigen Jimdo-Tipp die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die ihr bei der Nutzung von Bildern auf eurer Webseite beachten solltet. Denn: neben Texten sind es vor allem Bilder, die einer Webseite Farbe und Leben geben. Obwohl Fotos schnell in die Webseite integriert sind, dürft ihr dabei einige – vor allem rechtliche – Vorgaben nicht außer Acht lassen. Und hier kommen sie, die sechs wissenswerten Tipps zur Bildnnutzung auf Webseiten!

 

1. Bildrechte: Meins oder deins?

Wer Bilder, die nicht selbst gemacht wurden, auf seiner Webseite integrieren möchte, muss genau auf das Urheberrecht achten. Wir kennen das alle: per Google-Suche werden uns eine Vielzahl an passenden Bildern vorgeschlagen, die man rein theoretisch in wenigen Schritten auf seiner Webseite einfügen kann. Doch in der Praxis ist das leider nicht ganz so einfach. Denn auch wenn Bilder frei im Internet zugänglich sind, ist jedes dieser Bilder durch das Urheberrecht geschützt. Das heißt, derjenige, der das Foto gemacht hat, darf darüber bestimmen, in welcher Art und in welchem Umfang die Bilder von anderen genutzt werden dürfen – und ob überhaupt!

Aber auch Vorsicht bei der Verwendung von Bilder aus Fotodatenbanken. Obwohl ihr dort Fotos käuflich erwerben könnt, müsst ihr ein paar Vorschriften bei der Nutzung beachten. So kann es sein, dass Bilder z. B. nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen. Auch ganz wichtig: die richtige Kennzeichnung der Bilder. Mehr dazu erklären wir euch unter Punkt 3.

Grundsätzlich gilt: Ohne ausdrückliche Zustimmung des Urhebers der Bilder (Fotograf) oder der Rechteinhaber (wie z.B. Agenturen oder Bilddatenbanken) solltet ihr keine Bilder auf eurer Webseite veröffentlichen. Wenn ihr den Urheber eines Bildes nicht ermitteln könnt, solltet ihr von einer Verwendung des Bildes absehen, um rechtlichen Problemen vorzubeugen.

 

2. Lizenzen, Copyright & Co.

Wenn ihr ein Bild, dessen Urheber ihr nicht seid, auf eurer Webseite verwenden wollt, dann kann es sein, dass ihr das Copyright bzw. die Quelle des Bildes angeben müsst. Diese Pflicht besteht eigentlich immer, ganz egal aus welcher Quelle das Foto stammt. Wir raten davon ab, über die Google-Bilder-Suche nach geeigneten Motiven zu stöbern. Denn im Internet lauern viele Fallensteller, die unberechtigte Bildübernahmen mit spezialisierter Software gezielt aufspüren. Und selbst wenn ihr Bilder aus Fotodatenbanken – einer lizenzsicheren Quelle – nutzt, solltet ihr auf die festgelegten Nutzungsrechte der Fotodatenbanken achten.

Oft sind die Lizenzen der Fotodatenbanken stark eingeschränkt. Zum Beispiel darf man ein Bild nur bis zu einer bestimmten Pixelhöchstbreite verwenden, die Nutzung ist zeitlich befristet oder der kommerzielle Gebrauch ist nicht erlaubt. Also: lest euch ganz genau die einzelnen Lizenzbestimmungen (Fotoliaistockphotogettyimages) durch und vergesst die richtige Kennzeichnung der Bilder nicht!

 

3. Urhebernennung richtig gemacht

Wie bereits oben beschrieben, müsst ihr Fotos, deren Urheber ihr nicht seid, ausreichend kennzeichnen. Dabei müsst ihr auf jeden Fall die Quelle (woher ist das Foto) und den Urheber (wer hat das Foto gemacht) nennen. Ihr könnt da nach folgendem Schema vorgehen: Foto: Quelle – Urheber – und an den Link zum Urheber denken! Diese Copyright-Nennnung könnt ihr sowohl direkt unter das Bild schreiben, aber auch ins Impressum oder unter den entsprechenden Artikel auf eurer Webseite. Aber beachtet jedes Mal auch die individuellen Bestimmungen der einzelnen Fotobörsen.

Links seht ihr ein Beispiel aus unserem Blog. Das Bild mit dem Weihnachtsmann und den hübschen Frauen haben wir bei Flickr Commons gefunden. Gekennzeichnet ist es im veröffentlichten Blogartikel so: Bild: flickr commons – florida memory.

 

4. Bilder suchen – wo?

Die Bildsuche unterscheidet sich in kostenpflichtig vs. kostenlos. So könnt ihr bei den kostenpflichtigen Fotobörsen nach den gewünschten Begriffen suchen und euch werden eine Vielzahl an Bildern vorgeschlagen. Je feiner ihr den Suchbegriff wählt, desto genauer und überschaubarer ist die vorgeschlagene Fotoauswahl. Hilfreich ist hier auch, nicht nur mit deutschen Wörtern zu suchen, sondern auch englische Begriffe zu verwenden. Denn oft ‚taggen‘ (engl.: mit einem Etikett – also in diesem Fall einem Stichwort – versehen) die Fotobörsen die Bilder mit englischen Wörtern. Und über diese Tags wird das Suchergebnis generiert.

Aber ihr könnt auch Bilder verwenden, die mit einer Creative Commons Lizenz versehen sind. Diese könnt ihr kostenlos nutzen. Aber ganz wichtig: auch hier müsst ihr auf die genauen Lizenzbestimmungen und die richtige Urhebernennung achten.

Unser Tipp: nicht über Suchmaschinen nach geeigneten Bildern suchen, sondern diverse Fotobörsen nutzen. Hier empfehlen wir fotolia, iStockphoto, Photocase (alle kostenpflichtig) oder auch flickr commons und pixabay (beide kostenlos).

 

5. Tipp 1: flickr commons

Wenn ihr aufmerksame Leser unseres Blogs seid, dann ist euch sicherlich schon aufgefallen, dass wir ab und zu Bildmaterial von flickr benutzen. flickr ist eine Online-Community, wo sowohl Hobbyfotografen als auch Profis ihre Bilder hochladen können. Andere Nutzer haben dann die Möglichkeit, diese zu kommentieren, zu bewerten oder zu teilen.

Für euch wichtig ist der Bereich: flickr commons. Dort könnt ihr nach Fotos suchen, die die so genannte Creative Commons Lizenz (CC) besitzen. Ihr könnt dieses Bildmaterial kostenlos nutzen, natürlich dürft ihr aber auch hier nicht die Copyright-Richtlinien verletzen. Aber die Urheber haben ihre Bilder ausreichend gekennzeichnet. Das heißt, ihr seht, welche Rechte euch der Bild-Eigentümer freigegeben hat. So wisst ihr sofort, für welche Zwecke ihr ein Foto verwenden dürft, z.B. keine kommerzielle Nutzung oder keine weitere Bearbeitung des Originalbildes.

Ihr seht ein Foto mit dem CC-Symbol, wisst aber nicht, ob und in welchem Umfang ihr es benutzen dürft? Dann findet ihr hier eine Übersicht der verschiedenen CC-Modelle und was die Abkürzungen bedeuten.

 

6. Tipp 2: Fotos selber machen

Das Urheberrecht könnt ihr ganz einfach umgehen, in dem ihr nur Bilder auf eurer Webseite verwendet, die ihr selbst gemacht habt. So müsst ihr weder eine rechtliche Abmahnung befürchten, noch in Fotodatenbanken Geld ausgeben. Besonders allen Online Shop-Besitzern legen wir diesen Tipp ans Herz.

Jedoch gibt es auch hier einen kleinen Haken. Geht es nicht um Shop-Produkte auf eurer Webseite, sondern um Bilder von Sehenwürdigkeiten, Personen etc., dann gibt es wieder einiges zu beachten.

Im Prinzip muss jede Person, die auf einem Foto gut zu erkennen ist, seine Einwillung zur Veröffentlichung geben (Beispiele für einen Mustervertrag für ein Modelrelease findet ihr hier – wer so etwas abschließt, ist auf der sicheren Seite). Bei Minderjährigen tun dies die Erziehungsberechtigten. Bei Fotografen trifft dieses nicht zu, da die Abgebildeten ihn für die Aufnahmen im Regelfall bezahlen. Ausnahmen bilden Fotos von Menschenmengen (z.B. öffentliche Versammlungen, Straßenumzüge) und öffentlichen Plätzen, wo sich Personen aufhalten. So könnt ihr z.B. das Brandenburger Tor mitsamt den Touristenmassen fotografieren und auf eurer Webseite veröffentlichen.

Wer hätte das gedacht: auch Sehenswürdigkeiten dürfen nicht einfach so fotografiert und auf Webseiten gezeigt werden. So ist ein Foto des Eiffelturms bei Nacht bildrechtlich durch eine Agentur geschützt. Generell hat auch jeder Architekt das Copyright auf sein Bauwerk. Zusammengefasst heißt dies: ihr könnt ganz entspannt in den Urlaub fahren, Fotos machen und auf eure Webseite hochladen. Wollt ihr jedoch Fotos von Gebäuden, Sehenswürdigkeiten etc. für kommerzielle Zwecke nutzen, müsst ihr die Copyright-Richtlinien beachten.

Unser Tipp: Wie ihr ohne viel Aufwand und Fachwissen schöne Fotos für euren Online-Shop produzieren könnt, haben wir in diesem Tutorial für euch zusammengefasst.

 

Wichtiger Hinweis: Obwohl wir diese Tipps natürlich mit größter Sorgfalt für euch zusammengestellt haben, gelten diese nicht als verbindliche, einer rechtlichen Beratung gleichzusetzende, Aussage. Des Weiteren wird dieser Artikel nicht fortlaufend bei möglichen zukünftigen Änderungen der rechtlichen Bedingungen angepasst.