Jenny Brandt und Jens Grönberg sind nicht einfach nur ein berufstätiges Paar – sie sind die treibende Kraft hinter Sammy Rose, einer Jimdo-Seite mit Prints für Plattenlabel, Magazine und eure eigenen vier Wände. In ihrem Haus im schwedischen Ystad haben sie sich ein kreatives Refugium aufgebaut, in dem sie leben und arbeiten. Jens ist als Illustrator der Mann mit den Stiften, Jenny ist die Fotografin und Bloggerin in diesem Zweiergespann. Das Geheimnis ihres Erfolgs: Eine großartige Beziehung und die Fähigkeit, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Ihr plant schon länger, euch mit einem kreativen Projekt selbstständig zu machen? Dann lasst euch von dieser Geschichte inspirieren!


Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Wir haben viele Gemeinsamkeiten – zum Beispiel haben wir beide ein kleines Faible für leerstehende Häuser, deshalb haben wir uns immer gegenseitig zu kleinen Ausflügen eingeladen. Und auch sonst interessieren wir uns für ähnliche Dinge – 80er Jahre TV-Serien, Fotografie…

Getroffen haben wir uns, als ich gerade Assistentin eines Fotografen war und Jens in einem Filmstudio für Special Effects, Fotoretusche und Filmentwicklung gearbeitet hat. „Mein“ Fotograf war einer ihrer Kunden. Als ich Filme zum entwickeln vorbeibrachte, fragte er, ob ich mir gerne mal anschauen möchte, wie „grässlich“ die Models vor der Bearbeitung aussähen (Kleiner Scherz, sie waren natürlich auch vorher schon wunderschön, aber wir machten immer Witze darüber). Er wollte mir einfach ein paar Vorher-Nachher-Vergleiche der Fotos zeigen, an denen er da gerade arbeitete.

sammy rose

 

Wie arbeitet ihr zusammen an euren Designs?

Wir sind stark an den Arbeiten des anderen beteiligt. Oft werden wir von Kunden als Team gebucht – diese Jobs machen uns am meisten Spaß! Wir reden die ganze Zeit über Fotos und manchmal entwickeln sich unsere Ideen in Bilder, die wir auf Sammy Rose verkaufen können. Manchmal stellen wir unsere Ideen auch Kunden von uns vor und dann wird daraus etwas ganz anderes, zum Beispiel ein Video, eine Werbeanzeige oder ein Albumcover. Ungefähr 60% aller Einfälle landen dann aber auf der Liste „Super Ideen von Jens und Jenny für die Zukunft“.

sammy rose

 

Wieso habt ihr euch dazu entschieden, eure Webseite mit Jimdo zu bauen?

JIMDO IST SO BENUTZERFREUNDLICH! (sorry, ich wollte nicht schreien). Ist es aber ernsthaft! Unseren ersten eigenen Shop 2007 haben wir von Grund auf selbst erstellt. Wir haben jemanden angestellt, ihn für uns zu programmieren und einen Vertrag mit einem Zahlungsdienstleister abgeschlossen, damit wir Kreditkarten akzeptieren konnten. Das hat uns pro Monat mehr gekostet als wir überhaupt verkauft haben. Puh… rückblickend war das echt total frustrierend! Mit Jimdo ist es so viel einfacher, ich konnte den Shop innerhalb kürzester Zeit erstellen und alles mit PayPal verbinden.

Vorher habe ich viel Zeit im Netz verbracht und mir Seiten angeschaut, die mir gefallen. Dann habe ich alles aufgeschrieben, was ich auch auf meiner Seite haben möchte und was nicht. Eine besonders schöne Seite war von Jimdo, so fing es an und hat sich für uns ganz fantastisch entwickelt.

sammy rose webseite

www.sammyrose.se | Jimdo-Design: Rio De Janeiro

Welchen Ratschlag hast du für Leute, die gerade ihre erste Webseite bauen?

Durchforstet das Internet und studiert fremde Webseiten, als sei das eine Prüfung in der Schule. Macht euch eine Liste von allem, was ihr auf eurer Webseite haben möchtet und auch von den Sachen, auf die ihr verzichten wollt. Achtet auch auf die kleinsten Details! Ebenfalls super: Erstellt euch ein Mood-Board mit Ideen für die Präsentation eurer Produkte – tolle Produktfotos sind so wichtig! Legt euch einfach ein Board auf Pinterest an und nennt es „wie meine Webseite aussehen wird“. Sammelt Farbkombinationen, Layouts und Bilder, um ein Gefühl für eure zukünftige Seite zu bekommen.

Du und Jens arbeitet ja beide von zu Hause aus. Beschreib uns doch mal euren Homeoffice-Alltag.

Jens und ich sitzen Schulter an Schulter an einem langen Schreibtisch, und kürzlich haben wir ein Atelier an unser Haus angebaut. Jetzt haben wir den Luxus, „zur Arbeit gehen“ zu können, obwohl wir ja noch Zuhause sind! Es ist eine große Holzbox, die über eine Schiebetür mit dem Haus verbunden ist. So haben wir währenddessen noch ein Auge auf die Kinder, oder naja, sie eigentlich eher auf uns.

Bevor wir unser kleines Atelier hatten, saßen wir am Küchentisch. Mittlerweile ist unser Geschäft jedoch aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Es ist wirklich anstrengend, wenn deine persönlichen Sachen mit deinen Arbeitsmaterialien (wie Kisten, Papierkram und mindestens 10.000 USB-Kabel) durcheinander geraten.

Du sammelst Scooby Doo Figuren – mit welchem Charakter identifizierst du dich am meisten?

Ich wäre auf jeden Fall einer der Schurken! Möglicherweise würde ich mich als kopflose Galeristin verkleiden und alle Besucher verschrecken, damit ich am Ende alle Bilder für mich selbst behalten kann!

Nebraska ist quasi mein zweites Zuhause. Seit meine beiden älteren Geschwister als Austauschschüler dort hin zogen als ich 9 war, fahre ich fast jedes Jahr hin.

Die Leute dort sind einfach sooo nett. Ich mag ja eher keine großen Städte, da passt Nebraska perfekt zu mir. Mir gefällt der langsame und entspannte Lebensstil, der ist so ähnlich wie in Skåne. Ich muss mich nicht ununterbrochen beschäftigen und unterhalten lassen – die besten Ideen kommen mir, wenn ich gelangweilt bin. Besonders gefallen mir die Maisfelder in Nebraska – total malerisch!

Wenn du weder Bloggerin noch Fotografin wärst: Welchen Karriereweg hättest du dann vielleicht eingeschlagen?

Ich hätte definitiv einen Job, bei dem ich von zu Hause aus arbeiten kann. Vielleicht würde ich Tarotkarten legen oder Lebenshilfe übers Telefon geben, wer weiß?


Vielen Dank Jens und Jenny, dass ihr eure Webseite und die Geschichte dahinter mit uns geteilt habt! Arbeitet ihr auch mit eurem Partner oder mit Freunden zusammen? Erzählt mir davon!

 

Bis gleich in den Kommentaren,