Wie ihr das perfekte Logo für eure Marke erstellt

Marken sind ständig um uns herum. Was wir essen, welche Kleidung wir tragen oder wo wir einkaufen – alles ist von Marken geprägt. Und wir haben Marken verinnerlicht.

Machen wir einen kurzen Selbstversuch mit drei einfachen Fragen:

  • Was ist eure Lieblings-Klamottenmarke?
  • Welche Cola-Sorte kommt euch JETZT als erstes in den Sinn?
  • Welche Automarke hat “Vorsprung durch Technik”?

Ich wette, den meisten von euch ist auf jede der drei Fragen schnell eine Antwort eingefallen. Und wahrscheinlich hattet ihr praktisch zeitgleich das zugehörige Logo vor dem inneren Auge. Liege ich richtig?

Der Grund ist einfach: Wir alle sind sehr häufig (und sehr clever) mit “Branding” konfrontiert. Wenn wir also an Marken wie Nike, Coca-Cola, oder Audi denken, verknüpft unser Gehirn damit gewohnte visuelle Eindrücke und wir denken meistens bewusst oder unbewusst ans Logo der Marke.

Und hier kommen wir zum springenden Punkt: Genau das könnt ihr auch mit einem eigenen Logo erreichen. Selbstverständlich ist euer Ziel dabei nicht gleich, dass die ganze Welt euer Logo kennt. Ihr profitiert aber bereits dann, wenn eine bestimmte Zielgruppe euer Logo in Erinnerung behält – und das Logo neuen Kunden ein bestimmtes Gefühl vermittelt.

Das ist weniger kompliziert, als man im ersten Augenblick denkt. Wir beschreiben, wie ihr dazu vorgeht!


Logo mit Bild und Schriftzug

Gezeichnetes Bildelement kombiniert mit feinem Schriftzug für die Boutique „Little Heroes“. Via Jasper van der Meij.

 

Auf Spurensuche: Wisst, wer ihr seid

Man kann ein erfolgreiches Business auch betreiben, ohne seine Marke wirklich zu kennen. Früher hat man sich über “Branding” ja auch wenig(er) Gedanken gemacht, könnte man sagen.

Damit ist allerdings eine Menge Potenzial verspielt, denn: Die eigene Marke kann maßgeblich zum Erfolg des eigenen Unternehmens beitragen. Dafür ist es notwendig, sich der eigenen Identität seiner Marke wirklich bewusst zu werden.

Dies ist auch ein ganz entscheidender Schritt für das eigene Logo: Ein Logo sollte die Identität eurer Marke widerspiegeln. Die Design-Plattform 99Designs hat dazu kürzlich ein E-Book veröffentlicht, das bei dieser “Identitätsfindung” hilft (englisch).

 

Website erstellen

 

Darin arbeiten die Autoren fünf Aspekte der Identität heraus, die erfolgreiche Unternehmen häufig auch in ihre Logos einfließen lassen:

  • Mission
  • Werte
  • Persönlichkeit
  • Marktposition
  • Kommunikationsstil (“Voice”)

Sich über diese Aspekte klar zu werden, lohnt sich – nicht nur für große Unternehmen, auch für kleinere Projekte, Selbstständige oder Studios und Restaurants. Dafür braucht ihr kein mehrseitiges Strategiepapier zu verfassen. Fragt euch einfach, ob ihr jeden dieser 5 Aspekte für euch definieren könnt: Was ist die Identität eures Unternehmens?

Mehr Informationen zum Thema Identität und Markenbildung findet ihr auch in diesem Blogpost.

Jetzt wird’s konkret: Die Inhalte des Logos

Logo mit abstrakten Elementen

Die abstrakten Elemente geben dem Logo von „Rise to the Top“ die richtige Stimmung. Via Cit

Im Idealfall habt ihr nun bereits eine recht klare Vorstellung von der Identität eurer Marke. Nun könnt ihr euch über verschiedene Arten von Logos schlaumachen. Generell kann man sieben verschiedene Logos unterscheiden:

  1. Monogramme (Lettermarks): Euer Markenname ist das hauptsächliche Designelement.
  2. Wortmarken (Firmenschriftzug): Euer Markenname ist das komplette Logo.
  3. Bildmarken (Logo-Symbole): Bilder oder Symbole kombiniert mit eurem Markennamen.
  4. Abstrakte Logos: Bildmarken, bei denen abstrakte Formen anstelle von erkennbaren Bildern verwendet werden.
  5. Maskottchen: Ein Tier, eine Person oder ein animiertes Objekt repräsentiert die Marke.
  6. Kombinationen: Ein Mix aus verschiedenen Stilelementen.
  7. Emblem: Ein traditioneller Logotyp, der ein Abzeichen, Siegel oder Wappen darstellt.
Beispiel eines Emblem-Logos

Beispiel eines Emblem-Logos. Via Dexterous.

Habt ihr schon einen Favoriten? Kommt euch auch schon eine favorisierte Farbkombination in den Sinn, eine Schriftgröße – oder eine spezielle Figur?

Es ist ratsam, sich Zeit zu nehmen, über die richtigen Farben, Kontraste, Schriftarten und Schriftgrößen für eure Marke nachzudenken. Dabei spielt auch Psychologie eine Rolle: Rot zum Beispiel kommuniziert Kraft und Leidenschaft, während Lila eher Luxus ausstrahlt. Spielt mit verschiedenen Farbkombinationen und nehmt euch die Zeit, die ihr braucht, um die für euch perfekte Markenausstrahlung zu finden.

Welche Abmessungen des Logos sind für Jimdo optimal?
Ein Profi-Designer wird euch euer Logo mit Sicherheit in der richtigen Ausführung anfertigen und für eure Website mit den idealen Abmessungen zuschicken. Generell empfehlen wir folgende Maße:
Jimdo Creator: Je nach Designvorlage empfehlen wir unterschiedliche Größen. Hier findet ihr alle Infos.
Jimdo Dolphin: Bei Dolphin wird euer Logo automatisch angepasst und in der idealen Größe eingefügt.

Und los geht’s: Wählt einen Designer

Narrative logo

Das Gewinnerlogo der 99Awards 2017. Via goopanic.

Auch, wenn ihr ein Selbermacher seid: Ein professioneller und erfahrener Designer weiß, durch welche Kniffe euer Logo die größte Wirkung entfaltet. Und er hat für die Umsetzung auch die richtigen Programme bzw. technischen Mittel.

Vertraut daher ruhig auf einen Profi! Schließlich ist euer Logo dann eines der Kernelemente eures Markenauftritts und schmückt jeden Flyer, jedes Plakat und natürlich auch eure Website.

Falls ihr euer Logo dennoch lieber alleine erstellen wollt, empfehlen wir euch Programme wie Canva oder TailorBrands. Mit solcher Software könnt ihr schnell und einfach Logos generieren, die sich sehen lassen können – auch wenn ihr im Ergebnis natürlich meist nicht die Qualität eines Profi-Designers erreichen werden.

 

Eigene Homepage bauen

 

Wie findet ihr den richtigen Designer?

Das Logo soll eure Idee widerspiegeln und wirklich euren Geschmack treffen. Viele Gründer und Unternehmer zögern daher verständlicherweise, auf gut Glück eine Agentur zu beauftragen, mit der sie noch nicht zusammengearbeitet haben. Dank Plattformen wie 99Designs ist es heute jedoch ganz einfach, genau den richtigen Design-Profi zu finden.

Schaut euch einfach die Portfolios von verschiedenen erfahrenen Designern an und entscheidet, welcher Stil und welche Beispiele am besten zu euch passen. Dazu bekommt ihr zudem die Bewertungen anderer Kunden angezeigt. Ihr braucht also noch keinen Auftrag ausschreiben, sondern könnt euch zunächst einmal entspannt umsehen und inspirieren lassen.

 

Ihr habt die Wahl: Testet verschiedene Versionen eures Logos

Logo mit Schrift- und Grafikelement

Beispiel für ein Logo mit kombinierten Stilelementen mit Schriftzug und abstrakter Grafik.

Macht gemeinsame Sache mit “eurem” Designer: Ein professioneller Designer hat nicht einfach eine Idee im Kopf und setzt sie dann um. Vielmehr nutzt er euren Input und entwirft während des Designprozesses verschiedene Varianten, die er mit euch abstimmt.

An dieser Stelle solltet ihr euer Umfeld einbeziehen. Egal ob Follower auf sozialen Netzwerken, Freunde oder Besucher eures Ladens: Fragt nach Meinungen! Am Ende habt natürlich ihr die Entscheidungshoheit, trotzdem kann die Meinung eurer Kunden eine Hilfe sein.

 

Jimdo Website erstellen

 

Probiert eure Favoriten dann auf verschiedenen Formaten, zum Beispiel auf eurer Website und Visitenkarte. Das hilft euch, herauszufinden, ob das Logo in unterschiedlichen Situationen und Maßstäben “funktioniert” und ein guter Eye-Catcher ist.

Wenn ihr alles abgewogen und Meinungen von Freunden eingeholt habt, hört auf euren Bauch und trefft eine Entscheidung :-) Mit einem professionellen Designer an eurer Seite könnt ihr euch sicher sein, den richtigen Schritt für eure Marke gegangen zu sein!


Camille Franc ist Marketing Manager bei 99designs. Seit seinem Abschluss an der Toulouse Business School ist er mit Leidenschaft und inzwischen fünfjähriger Erfahrung dabei, Gründer und Unternehmer im digitalen Marketing zu unterstützen. In seiner Freizeit findet ihr ihn in Meditation vertieft oder beim Geigespielen in Berlin.